Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

08.03.1985 - 

Technischer Service kam mit Umsatzentwicklung nicht mit:

Prime peilt jährlich 30 Prozent Wachstum an

FRANKFURT (ru) - Nicht "abenteuerliche Wachstumsraten" von jährlich 60 bis 80 Prozent, aber einen Zuwachs von 25 bis 30 Prozent pro Jahr hält die Frankfurter Prime Computer GmbH in der Zukunft für möglich.

Insbesondere das CAD/CAM-Geschäft brachte der deutschen Tochter des US-Minicomputer-Herstellers Prime Computer Inc. ein gutes Ergebnis. Der Umsatz, erläuterte GmbH-Boß Erwin Leonhardi, stieg im abgelaufenen Geschäftsjahr um 31,7 Prozent auf 84,6 (64,9) Millionen Mark. Das Ergebnis basiert nach Ansicht Leonhardis auf der guten

Marktaufnahme des Superminis 9950. Das Ende Januar angekündigte neue Flaggschiff, die Prime 9955, knüpfe an diesen Erfolg an. Für die 4-Mips-Maschine liegen bislang sechs Aufträge vor.

Von dem Umsatz der deutschen Prime Computer GmbH entfielen 66,S Millionen Mark auf Hard- und Softwareverkäufe, der Rest auf Service und Schulung. Leonhardi räumte allerdings ein, daß der Serviceumsatz im Berichtsjahr nur um 25,1 Prozent gestiegen sei. So hätte der technische Service mit der Umsatzentwicklung nicht Schritt halten können. Die Umsatzstruktur bei Prime habe sich aber nicht geändert. Leonhardi: "Es war ein hartes Stück Arbeit, diese so zu halten."

Beim Auftragseingang verzeichnete Prime ein Plus von 41,5 Prozent auf 75 Millionen Mark. Der Auftragsbestand war mit gut 19 Millionen Mark am Jahresende 1984 etwa doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor.

Zu Beginn dieses Jahres hatte Prime rund 1700 (1500) Rechner in der Bundesrepublik installiert. Davon sollen 200 im CAD/CAM-Bereich eingesetzt sein. Fachhochschulen zeigen hier ein wachsendes Interesse.

80 Prozent aller Prime-Anwender nutzen ihre Rechner für technischwissenschaftliche Zwecke, 50 Prozent für Netzwerke, 40 Prozent für CAO/CAM und 20 Prozent für verteilte Datenbanken und kommerzielle Anwendungen. Es handelt sich hierbei um Schnittmengen. Bei Anwendungen für die Bürokommunikation erwartet Prime in den nächsten Jahren einen Zuwachs von 20 Prozent Um für das gewachsene Geschäftsvolumen gerüstet zu sein, richtete Prime in Wiesbaden ein Trainingszentrum ein, erweiterte das Support-Center und bildete eine neue

Hauptabteilung für die Fortbildung der Mitarbeiter.

Hart ging Leonhardi mit den Universitäten ins Gericht. Die Ausbildung gehe weitestgehend an der Praxis vorbei. Abschwächend fügte er hinzu, daß es jedoch schwierig sei, eingefahrene Strukturen zu ändern. Prime habe, quasi als Entwicklungshilfe, auf einen Gewinn von 2,5 Millionen Mark verzichtet. Er hätte aus Computerlieferungen an Universitäten resultieren können.

Nachteilig wirke sich ferner das Fehlen qualifizierter Kräfte auf die geschäftliche Entwicklung aus. So sei der Mangel an Fachkräften als "Wachstumsbremse" zu bezeichnen. Dieser Situation soll die bereits erwähnte Hauptabteilung für Weiterbildung entgegenwirken. Prime gab 1984 rund eine Million Mark für Schulungen aus.

Im Gegensatz zur deutschen Tochter hat die Prime Computer Inc. ihren Umsatz lediglich um 24 Prozent auf 642,8 Millionen Dollar erhöhen können. Der Gewinn nach Steuern wuchs um 84 Prozent auf 59,7 Millionen Dollar. Umsatzrendite: 9,3 (6,3) Prozent. Das Eigenkapital macht 65 Prozent der Bilanzsumme aus und die Eigenkapitalrendite nach Steuern beläuft sich auf 18 Prozent.