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14.03.1986 - 

Datenbanksoftware im Netzwerk:

Prime treibt Datenaustausch voran

14.03.1986

WIESBADEN (pi) - Prime Computer, die deutsche Tochter des amerikanischen 32-Bit-Minirechner-Herstellers, stellte vier neue Produkte vor. Es handelt sich dabei um die Prime Performer PC-Option, eine Aufrüsteinheit für die PT200-Bildschirmterminals, "Primelink", eine Kommunikationssoftware, "Prime Information/PC", ein Datenbankverwaltungssystem, und die relationale Datenbank "Prime Oracle/PC".

Die Performer PC-Option läßt sich auch auf bereits installierte farbige oder Monochrom-Bildschirme anwenden. Dadurch wird es möglich, neben der Terminal-Funktion des Gerätes dieses auch als IBM XT-Kompatiblen zu verwenden. Der Kit enthält einen 8088 und wahlweise zusätzlich einen 8087. Der verfügbare Speicherbereich kann von 256 KB auf 640 KB erweitert werden und Massenspeicher wie Disketten und 10-MB-Festplatten werden unterstützt.

Primelink/PC läßt sich auf den Prime Performer PC, alle Modelle der Prime Serie 50 und zum Industriestandard kompatible Geräte anwenden. Durch Verwendung des Programms erhält der Anwender Zugriff auf Daten, die auf einem beliebigen Modell der Serie 50 von Prime gespeichert sind.

Unterschiedliche Zugriffsformen sind Prime zufolge dabei möglich: Eine Form ist die Terminalemulation, bei der sich der mit Primelink ausgestattete PC wie ein Terminal vom Typ PT200 verhält. Eine weitere Form des Zugriffs ist der Dateitransfer. Hier hat der Benutzer die Möglichkeit, mit einer fehlergesicherten Prozedur Daten zwischen PC und einem Serie-50-Rechner zu übertragen. Dabei läßt sich für den Anwender ein virtueller Massenspeicher installieren, das heißt, er kann einen Plattenbereich des Host so adressieren, als wäre dieser eine zusätzliche Platte unter MS-DOS. Der Bedienerkatalog zum Aufbau der Host-Verbindung wurde nach Prime-Angaben weitgehend automatisiert. Viele Funktionen lassen sich durch Kommandodateien auf dem PC aktivieren.

Information/PC ist ein System z Verwaltung von Datenbanken u Entwicklung von Applikationen welches nach einem Prinzip ähnlich dem relationalen arbeitet. Einsetzbar ist die Software auf IBM XT und sowie auf dem Prime Performer unter den Betriebssystemen MS-DOS/PC-DOS ab Version 2.1. D Programm ermöglicht das Erstelle Abfragen und Bearbeiten von lokalen und entfernten Datenbanken und Entwicklung von Test von bildschirm-orientierten Datenbank- Applikationen. Die Eingabe der Befehl erfolgt in natürlicher Sprache.

Aus der vollen Implementierung der Datenbankabfragesprache S0 sowie einer Reihe von Software Werkzeugen für die Entwicklung von Anwendungen und die Vernetzung von Daten besteht das relationale Datenbank-Management-System Oracle. Das Produkt ist laut Prime kompatibel zu SQL/DS und DB2 von IBM. Nach eigenen Angaben E Prime dabei besonderen Wert a moderne Recovery-Methoden gelegt.

Die Preise für den "Prime Performer PC" bewegen sich zwischen 7300 und rund 15 000 Mark je nach Aufrüstung. Primelink kostet, abhängig von der Anzahl der angeschlossenen PCs, von 7200 bis 32 800 Mark, die Information/PC Software beläuft sich auf etwa 2900 Mark und Oracle/PC schlägt mit 3200 Mark zu Buche. Die Produkte sind auf der CeBIT zu besichtigen und sollen ab dem dritten Quartal '86 ausgeliefert werden.