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02.03.1984 - 

Wiesbadener Unternehmen setzt mit Minicomputern auf De-facto-Standard:

Prime will sich an Unix-Trend anhängen

MÜNCHEN (mer) - Das Betriebssystem Unix wird die Prime Computer GmbH als Komplement zum hauseigenen Betriebssystem "Primos" anbieten. Das gab das Wiesbadener Unternehmen jetzt in München bekannt. Weiterhin stehen die Intelligente Arbeitsstation "Cadtrak" mit PDMS-Software sowie neuen Peripheriegeräte ab sofort zur Verfügung.

Abweichend von den Announcements der GmbH, nur verfügbare

Produkte zu offerieren, kündigt Prime das De facto-Standardsystem Unix als Komplement zu "Primos" für das dritte bis vierte Quartal 1984 an. Damit sollen beide Systeme parallel auf allen Maschinen der Serie 50 einsetzbar sein und sich gegenseitig ergänzen können. Darüber hinaus wird das Unternehmen nach eigenen Angaben über 100 Unix-Hilfsprogramme anbieten; außerdem steht ein sogenannter Command-Line-Prozessor zur Verfügung, der das Programmieren in Standardkommandos erlaubt. Die gewählte Implementationsart, das Unix-File-System in das Primos-File-System zu integrieren, soll dem Anwender Vorteile bieten wie etwa die virtuelle Speichertechnik für große Programme, ein stabiles File-System oder den Zugriff auf alle Prime-Softwareprodukte wie X.25, RJE, SNA, Compiler und Debugger.

Als Neuheit präsentiert das Unternehmen die Cadtrak Design Station 1 für den Anlagenbau. Die interaktive Arbeitsstation basiert auf dem Softwarepaket PDMS (Planet Design Management System), einem CAD/ CAM-System für den Entwurf von chemischen Anlagen, Kernkraftwerken und anderen komplexen Objekten im Anlagenbau.

Das CAD-System, das vorerst nur in den USA erhältlich ist, erlaubt dem Benutzer den 3D-Entwurf. Gleichzeitig können individuelle Änderungen im Entwurf durchgeführt und in der zentralen Datenbank abgespeichert werden.

Nach dem mit der Cadtrak Corp., Sunnyvale/Kalifornien, geschlossenen Abkommen übernimmt Prime den Vertrieb, die Installation, die Wartung und den Support der DS1-Arbeitsstation, der PDMS-Software und der Prime-Rechner der 50er Serie. Cadtrak wird den interaktiven grafischen Arbeitsplatz weiterentwickeln und produzieren. Gleichzeitig stellt Prime den erforderlichen Support für Cadtrak zur Verfügung.

Zu den neuen Produktpräsentationen der Wiesbadener zählen auch eine 315-MB-Winchester-Magnetplatte, eine Streamer-Magnetbandstation sowie zwei Matrixdrucker. Die zu den bisherigen Plattenstationen kompatible Winchester verfügt über eine auf 25 Millisekunden verkürzte Zugriffszeit. Die physikalischen Abmessungen der 14-Zoll-Platte erlauben den Einbau von drei Einheiten in einem Systemschrank. Der Preis für die Station beträgt rund 46 500 Mark.

Die Magnetbandstation in "Streaming-Technologie" für alle Systeme der Prime Serie 50 verfügt über drei Bandgeschwindigkeiten: 25 Zoll pro Sekunde und 100 Zoll pro Sekunde bei 1600 Bit pro Zoll (industriekompatibel) und 50 Zoll pro Sekunde bei 3200 Bit pro Zoll für Archivierungszwecke. Der Preis beträgt inklusive Steuereinheit etwa 27 000 Mark,

Das Peripherie-Angebot für die Timesharing-Systeme der Serie 50 wurde um die Matrixdrucker Modellserie 3360-62 und 3370-71 erweitert. Die Geräte der Reihe 3360-62 haben eine Druckgeschwindigkeit von bis zu 160 Zeichen pro Sekunde im Printmode bei einer 9x7-Zeichen-Matrix und 10 Zeichen pro Zoll.

Der Anschluß an das System erfolgt über asynchrone V.25-RS232C-Datenleitung mit variabel einstellbaren Geschwindigkeiten und Byte-Kombinationen. Der Einsatz als "Hardcopy Station" an Prime-Bildschirmterminals ist möglich. Die Universalmatrixdrucker der Modellserien 3370-71 haben eine Druckgeschwindigkeit von 400 Zeichen pro Sekunde im Printmode und sind sowohl als Arbeitsplatzdrucker wie auch als Systemdrucker für geringeren Druckaufwand geeignet.

Die Preise reichen je nach Modell von rund 2300 bis 7300 Mark.