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10.02.1978 - 

Panatlantic erster kommerzieller Prime-Anwender:

Primos ist der Primus in der Spedition

HAMBURG (de) - Erster kommerzieller Anwender eines Prime-Minicomputers in der Bundesrepublik ist Panatlantic, ein mittleres

Speditionsunternehmen mit Sitz in Hamburg, das sich vorwiegend mit der Lagerung und Verteilung japanischer Industrie-Importe befaßt. "Das System kann auch von einem EDV-Neuling innerhalb kürzester Zeit beherrscht werden", lobt Panatlantik-Prokurist Holger Komenda, der auch für den EDV-Bereich zuständig ist.

Das Hamburger Speditionsunternehmen unternahm Anfang 1977 den ersten Anlauf mit einem EDV-System, das aber schon nach einem Monat wieder abgebaut werden mußte, weil es die Erwartungen nicht erfüllte. Daraufhin bestellte die Geschäftsleitung

bei der Prime-Computer GmbH, Wiesbaden, ein System P 300 mit 192 KB. Angeschlossen an die Zentraleinheit sind eine Magnetbandeinheit, zwei 80 MB-Plattenstationen, zwei Schnelldrucker (300 Zeilen/Minute) und fünf Datensichtgeräte, die den Sachbearbeitern der Importabteilung an fünf verschiedenen Plätzen zur Verfügung stehen. Auch die Drucker sind dezentral installiert. Lediglich die Zentraleinheit mit der Platten- und Bandperipherie ist in einem speziellen Computerraum untergebracht.

Die Programmpakete wurden von einer Planungsgruppe der Universität Hamburg geliefert. Die Anlage wurde am 1. Juli 1977 in Betrieb genommen.

Für die Hanseaten war dieser Tag insofern von großer Bedeutung, als das Saisongeschäft bei den japanischen Industrieprodukten bis Ende Juli läuft. Komenda: "Während dieser Zeit kommt es insbesondere darauf an, daß der Tagesausstoß schnell und vor allem reibungslos abgewickelt werden kann."

Inzwischen hätten sich die Versprechungen des Herstellers mehr als bestätigt, erklärt Komenda und streicht die Leistungsfähigkeit des Betriebssystems Primos (Prime Operating System) heraus. Dieses Betriebssystem erlaube ein einfaches Handling.

Auf der P300 läuft bereits die gesamte Speditionsabwicklung der japanischen Industrie-Erzeugnisse: Einlagerung, Lagerhaltung, Auslagerung und Verteilung im Inland, Lagerstatistiken, monatliche Zoll-Listen, Auslieferungsscheine für die Auslagerung und Speditionsübergabescheine für den Versand in Deutschland.

In der nächsten Phase ist geplant, die Auftragserfassung, die zur Zeit noch manuell vorgenommen wird, direkt auf Magnetband einzulesen. Darüber hinaus soll dann auch die Fibu voll in die EDV-Organisation integriert werden. Das gleiche gilt für die Abteilungen Stadtlager, Export, Transit und Sammelladung. Zur Zeit verfügt Panatlantic über 40 Anwenderprogramme, die alle in Commercial Fortran geschrieben sind. Der Prime-Computer wurde von Panatlantic gekauft. Die Investitionen für Hard- und Software des speziellen Anwender-Paketes werden von der Geschäftsleitung mit etwa 70000 Mark angegeben.