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22.07.1988 - 

Nach dem Also-Ausflug ist Michael Poliza zurück:

Prisma will den Mac-Markt aufrollen

MÜNCHEN (rs) - Das vermutlich erste solide finanzierte Unternehmen der DV-Branche ist da: Mit vier Millionen Mark Stammkapital und weiteren vier Millionen verfügbarer Mittel der Gesellschafter versucht die Prisma GmbH, Hamburg, die Macintosh-Distribution bundesweit an sich zu ziehen.

Michael Poliza, der erst mit der Polisoft-Gründung und später deren Verkauf an die schweizerische Also-Gruppe Gewinn und von sich reden machte, entdeckte jetzt sein Herz für die Apple-Welt. Sein Unternehmen, in dem neben Poliza noch Peter Wernstedt und Michael Schopf die Geschäfte führen, sieht sich als "fachhandelstreuer" Distributor.

Dabei möchten die Hamburger am liebsten mit dem "qualifizierten" Fachhandel zusammenarbeiten. Doch über die Probleme ist sich Poliza im klaren: "Wir werden uns an der Qualifizierung des Handels beteiligen", sieht der neue Mac-Distributor die Notwendigkeiten der Zukunft. Indes fehlt ihm für diese Sisyphos-Arbeit noch ein Konzept. Derzeit ist Poliza schon froh, wenn der Handel wenigstens eine Produktkompetenz bieten kann, von so exotischen Dingen wie Organisations- oder Strategieberatung ganz zu schweigen. In der Prisma-Palette soll es nicht nur Original-Apple-Produkte geben.

Weltweit wollen Poliza und seine Leute von Peripherie bis Software nach allem fahnden, was in der Mac-Welt vermarktbar erscheint. Bei Exklusiv-Produkten wird die Hamburger Gesellschaft die Herstellerverantwortung übernehmen und beispielsweise Hotline und Garantie bieten oder für eine deutsche Version fremdsprachiger Produkte sorgen.

Neben den 51 Prozent der Gesellschafteranteile, die das Prisma-Management hält, ist ein illustrer Kreis an den restlichen 49 Prozent beteiligt: die Hannover Finanz GmbH,

eine hundertprozentige Tochter des Haftpflichtverbandes der deutschen Industrie, sowie die Wirtschaftspartner Beteiligungsgesellschaft Berlin (WBB). Gesellschafter der WBB sind beispielsweise die Commerzbank, die Berliner Bank, SEL und Ohrenstein & Koppel.

Angetan ist Apple-Deutschland-Chef Gerhard Jörg von dem neuen, bereits mit 33 Mitarbeitern agierenden Unternehmen. Er ist damit die Sorge um eine erfolgreiche Distribution seiner Produkte in der Bundesrepublik los.