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20.04.2001 - 

Viele E-Business-Regeln werden missachtet

Privacy kaum ein Thema in Großbritannien

MÜNCHEN (CW) - Datenschutz hat keinen hohen Stellenwert, zumindest nicht in Großbritannien. Nach einer aktuellen Studie missachten die Hälfte der E-Commerce-Anbieter auf den Inseln ein extra dafür geschaffenes Gesetz, den "Data Protection Act".

Noch immer ist die Angst der Surfer vor der Weitergabe ihrer persönlichen Daten ein hauptsächlicher Hinderungsgrund für die Ausbreitung des elektronischen Handels. Offenbar nicht zu Unrecht, wie eine Studie in Großbritannien jetzt ans Licht gebracht hat. Nach einer Untersuchung der London Chamber of Commerce (LCC) und der auf Technologierecht spezialisierten Anwaltskanzlei Manches halten sich nur 44 Prozent der E-Commerce- und E-Business-Anbieter an das dafür verabschiedete Gesetz, den Data Protection Act.

Darunter fallen beispielsweise Unternehmen, die ihre Kunden zumindest darüber aufklären, wie mit ihren Daten weiter verfahren wird und an wen diese gegebenenfalls verkauft werden. Dass sich gerade einmal die Hälfte der Befragten an die rechtlichen Vorgaben hält, ist umso verwunderlicher, als für den Bruch des Gesetzes hohe finanzielle Strafen drohen. In Härtefällen kann ein Gericht sogar verfügen, dass die fragliche Website komplett geschlossen wird.

Mehr als 40 Prozent der befragten E-Commerce-Anbieter gaben zu Protokoll, dass sie nicht wüssten, ob sie gegen das Gesetz verstießen. Die Hälfte der Unternehmen verfügt über keine Firmenrichtlinien, wie mit sensiblen Daten oder E-Mails umgegangen werden soll. Nur ein Viertel hat sich schließlich Gedanken darüber gemacht, ob es - wie ebenfalls gefordert - alle Bestimmungen für den grenzüberschreitenden Handel erfüllt. Nach Aussage von LCC-Chef Peter Bishop drohe den Unternehmen, die sich nicht um das Gesetz kümmerten, ein jähes Erwachen: "Viele Firmen werden geschockt sein, wenn sie plötzlich merken, dass ihnen die rechtliche Grundlage für den E-Commerce fehlt."