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16.01.1987 - 

Österreichs Post verlängert Werbeaktion für Bildschirmtext, aber:

Privates Btx-lnteresse weiterhin gering

WIEN (CW) - Die österreichische Post wird die seit Oktober 1986 laufende Btx-Werbeaktion bis zum 31. März 1987 verlängern. Damit wollen die Post-Verantwortlichen den Teilnehmerkreis weiter ausbauen. Privatpersonen halten sich allerdings beim Btx-Einsatz weiterhin stark zurück.

Bislang hat die "Btx-Schnupperaktion" in der Alpenrepublik nach offiziellen Angaben zu rund 2000 Neuanmeldungen geführt. Davon sollen bereits 1300 angeschlossen worden sein. Die Werbeaktion erläßt Btx-Einsteigern die Anschlußgebühren von rund 1000 Schilling. Darüber hinaus übernimmt die Post für drei Monate die Miete für den Btx-Computer Mupid und das Anschaltegerät. Gering ist allerdings nach wie vor das Interesse privater Btx-Teilnehmer. So sind nach Auskunft von Peter Lechner, Mitglied der österreichischen Postdirektion, von den mittlerweile 5588 Teilnehmern rund 760 Anbieter und gerade zehn Prozent Private.

Genutzt wird der Btx-Dienst derzeit überwiegend von der Kreditwirtschaft, von Ärzten und Pharmazie sowie vom Handel. Eine neue Anwendergruppe erhofft sich Lechner durch die Grundstücksdatenbank die mit Beginn dieses Jahres aus der Pilotphase in einen Vollbetrieb übergeleitet wurde. Der Kreis der Rechtsberater, so Lechner, mache rund 2500 mögliche Btx-Teilnehmer aus. Davon sollen alle 357 österreichischen Notare zum Anschluß gesetzlich verpflichtet werden.

Nach Ansicht von Walter Boltz vom Marktforschungsinstitut Diebold Österreich wird Btx auch in den kommenden Jahren in erster Linie ein kommerzielles Medium bleiben. Das Interesse bei Privatpersonen, so Boltz, ließe sich nur dann wecken, wenn ihnen das Teilnehmergerät geschenkt werde.