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29.03.1991 - 

Vergabe weiterer Funklizenzen vorgesehen

Privates Satelliten-Telefon erhält grünes Licht bis 1997

HANNOVER (CW/vwd) - Die Telekom muß weitere Abstriche bei ihrem Monopol in der Sprachkommunikation hinnehmen. Wie in Hannover anläßlich der CeBIT '91 bekannt wurde, erweitert das Postministerium ab sofort die schon seit Mitte vergangenen Jahres existierenden Lizenzen für private Satelliten-Kommunikationsnetze.

Bundespostminister Christian Schwarz-Schilling kündigte auf der CeBIT '91 die zeitlich begrenzte Zulassung privater Sprachdienste an. Gegenüber der COMPUTERWOCHE bestätigte das Ministerium entsprechende Meldungen, wonach sich die neue Regelung ausschließlich auf den Telefonverkehr mit und innerhalb der neuen Bundesländer beschränkt. Die aktuellen Bestimmungen gehen allerdings über das schon seit Mitte 1990 gelockerte Lizenzerteilungsverfahren hinaus. Dort wurde die Sprachkommunikation über Datenkanäle via Satellit in Fällen genehmigt, wo die gewünschte Verbindung durch die Telekom kurzfristig nicht aufgebaut werden konnte.

Mit einem Antrag auf erweiterte Lizenz ist es privaten Anbietern nach Angaben des Ministeriums nun gestattet, ohne Einschränkung und in Konkurrenz zum Telekom-Netz Satellitenverbindungen für den Telefonverkehr in den ostdeutschen Bundesländern bereitzustellen. Die Genehmigungen können bis 1994 beantragt werden und sind zeitlich befristet bis Ende 1997.

Als erstem Unternehmen wurde Preussen Elektra zum 1. März 1991 eine erweiterte Lizenz erteilt, zwei weitere Anträge sind dem Ministerium zufolge derzeit in Bearbeitung.

Im gleichen Zusammenhang verwies Schwarz-Schilling auf die Ausschreibung einer "PCN-Lizenz" für ein digitales zellulares Mobilfunknetz in der Bundesrepublik mit Schwerpunkt Ostdeutschland an.

Ebenfalls in den Planungen des Ministeriums vorgesehen seien zudem die Vergabe von weiteren 22 Bündelfunklizenzen und die Erteilung einer Lizenz für Datenfunk in Deutschland.