Login

Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

09.02.2010 - Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps

Privattelefonate können den Arbeitsplatz kosten

Heute wird in Büros privat telefoniert, gechattet und gesurft. Das ist riskant, sagt Andreas Wollny

Private Telefonate sind am Arbeitsplatz in der Regel tabu. Das war vor einem Jahrzehnt noch fast allen Arbeitnehmern klar. Doch heute wird in vielen Büros privat telefoniert, gechattet und gesurft, als befänden sich die Angestellten zu Hause. Und mancher Arbeitgeber kann sich dagegen kaum wehren - weshalb er im Extremfall eine Kündigung ausspricht.

Hubert Meyer, Inhaber eines Architekturbüros mit neun Mitarbeitern, war irritiert. Fast jedes Mal, wenn er am Wochenende oder in den späten Abendstunden nochmals ins Büro kam, saß dort der neue Statiker. Trotzdem hielt er fast alle Termine nicht ein. Zugleich stieg die Rechnung seines Firmenhandys in astronomische Höhen. Und dann legte ein Virus die IT lahm. Meyer betrieb Ursachenforschung. Des Rätsels Lösung: Während seiner "Nacht- und Wochenendarbeit" surfte der Statiker auf Porno-Seiten und telefonierte mit kostenpflichtigen Sex-Nummern. Meyer entließ den Statiker. Denn er wollte keine aufwendigen Kontrollmechanismen in seinem Büro installieren - "das hätte unser Betriebsklima ruiniert". Er hatte auch keine Lust, für alle Mitarbeiter Regeln für den Umgang mit Telefon und Internet zu erlassen - "nur weil so ein ‚notgeiler Bock’ nicht zwischen beruflich und privat unterscheiden kann".

Ähnlich erging es Johann Plötz, Inhaber einer Werbeagentur. Lange war er mit der Leistung seiner Layouterin zufrieden. Doch dann registrierte er immer häufiger, wenn er überraschend ins Büro seiner Mitarbeiterin kam: Sie schließt hektisch das offene Fenster an ihrem PC. Anfangs dachte Plötz: Okay, die macht ein Computerspiel. Macht nichts! Das mache ich auch manchmal. Doch dann stellte er fest: Die Layouterin loggt sich in ihren heimischen PC ein und erledigt private Layout-Aufträge. Mehrere Gespräche folgten, in denen der Agenturinhaber der Mitarbeiterin klar sagte: So nicht. Ohne Erfolg! Also zog Plötz die Reißleine und entließ die Layouterin.

"Juristisch waren die Reaktionen beider Unternehmer in Ordnung", betont Michael Lodzik, Fachanwalt für Arbeitsrecht in Darmstadt. "Denn wenn ein Mitarbeiter zum Beispiel das Internet exzessiv für private Zwecke nutzt, kann sogar fristlos gekündigt werden."

Newsletter 'Business-Tipps' bestellen!