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23.01.1997 - 

Kommentar

Probanden fürs Memphis-Labor

Der Countdown für die kommende Desktop-Version von Windows, Codename "Memphis", läuft. Die Zeit drängt, zumal das nächste Release des Betriebssystems, will man dem Gemurmel in der Gerüchteküche Glauben schenken, bereits im dritten Quartal 1997 vom Stapel laufen soll. Weshalb also nicht einen Teil der Entwicklungsarbeit auf andere abwälzen, hat sich da wohl ein schlauer Marketier aus Redmond gedacht. Mit der zugegebenermaßen raffinierten Strategie, den Support für OSR 2 - oder inoffiziell Windows 950B - den OEMs zuzuschieben, schlägt das Gates-Imperium gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Fat 32 wird indirekt eingeführt obwohl es eigentlich noch nicht ausgereift genug ist, um es einer breiten Öffentlichkeit anbieten zu können, läuft der Hersteller so keine Gefahr, mit Supportfragen oder gar ernsthaften Beschwerden erzürnter Anwender bombardiert zu werden. Auch von Klagen über das komplizierte Upgrading bleibt die Gates-Company verschont. Kurzum: Microsoft überläßt den - durch existierende Marketing-Verträge geknebelten - OEMs die Prüfung auf Herz und Nieren und den Support gleich dazu. Mit anschließendem Erfahrungsbericht nach Redmond, versteht sich. Daß aufgrund der restriktiven Informationspolitik Microsofts so mancher Softwarehersteller über die Klinge springen muß, hat den Marktführer ja noch nie beunruhigt.ade