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17.04.2007 - 

Problem Offenheit?

Offenheit in der Kommunikation ist wünschenswert. Das sagt sich auch Microsoft.

Der größte Softwareanbieter der Welt verschickte eine E-Mail an einen Journalisten vom IT-Kultmagazin "Wired". Fred Vogelstein, so dessen Name, schrieb gerade an einer Story zur neuen Offenheit im Hause Microsoft. Die Gates-Company möchte sich nämlich einen neuen Habitus verpassen. Das geht so weit, dass Mitarbeiter aufgefordert werden, in aller Deutlichkeit und coram publico das eigene Unternehmen auch kritisch zu würdigen.

Das hat Größe! Dachte sich Vogelstein. Und wollte drüber schreiben. Bis er gewahr wurde, was Microsoft unter Offenheit versteht. Der - zugegebenermaßen fehlgeleiteten und nicht ganz freiwillig an den Wired-Redakteur gesendeten - E-Mail entnahm er nämlich den Schriftwechsel zwischen dem Unternehmen und dessen PR-Agentur Waggener-Edstrom. Gegenstand des elektronischen Briefwechsels war Vogelstein selbst und wie man diesen als Journalisten einschätzt und - noch wichtiger - wie man ihn im Interview quasi unter Kuratel stellen kann.

Vogelstein sei, las Vogelstein über sich, "in Interviews etwas durchtrieben". Der E-Mail entnahm der Schreiberling auch, er brauche eine Weile, um seine Gedanken zu formulieren.

Microsoft bestreitet den Vorgang nicht, den Vogelstein in seinem Blog "Epicenter" ausführlich würdigt.

Wir sehen das genauso. Wann hat man schon mal die Chance, eine ehrliche Einschätzung über sich selbst zu bekommen, auch wenn sie nicht zutreffen muss.