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01.03.2005

Probleme bringen Zeitplan für Gesundheitskarte ins Wanken

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt will zur CeBIT die Architektur der Chipkarte vorstellen.

"Der Zeitplan wird eingehalten", verlautete aus dem Bundesministerium für Gesundheit und Soziales (BMGS). So will die Fraunhofer-Gesellschaft wie geplant am 14. März auf der CeBIT Version 1.0 der Architekturspezifikation an Ministerin Schmidt übergeben. Danach würden die Ergebnisse zur Kommentierung freigegeben und schrittweise an die Betriebsorganisationen der Selbstverwaltung übergeben. Die Selbstverwaltung ist ein gemeinsames Gremium von Krankenkassen, Ärzte- und Apothekerverbänden sowie Krankenhäusern.

Zuarbeit aus Wien

Insider mutmaßen indes, Schmidt werde in Hannover zwar etwas vorstellen, aber nicht die endgültigen Spezifikationen der Karte. Angeblich habe die SPD-Ministerin den Fraunhofer-Forschern Teile ihrer Kompetenzen entzogen und Wissenschaftler aus Österreich mit Entwicklungsaufgaben betraut. Fraunhofer räumte ein, dass Experten der TU Wien mit an dem Projekt arbeiteten. Ziel sei es jedoch nur, deren Erfahrungen für das deutsche Projekt zu nutzen. Den schwarzen Peter für mögliche Verzögerungen will sich Fraunhofer nicht zuschieben lassen. Technisch bereite die Chipkarte keine Probleme. Wenn aber Kassen, Ärzte, Apotheker und Krankenhäuser nicht wüssten, was sie wollten, könne man auch keine vernünftigen Vorschläge machen.

Mit den Spekulationen über mögliche Probleme gerät der Zeitplan für die Einführung der Gesundheitskarte ins Wanken. So wollte das BMGS die Chipkarte bereits in diesem Jahr großflächig in acht Testregionen in Umlauf bringen, um dem Ziel einer bundesweiten Einführung ab Beginn 2006 zumindest nahe zu kommen. Dagegen will die Betriebsorganisation Gematik der Selbstverwaltung die Karte nur in zwei Regionen mit jeweils 100 000 Versicherten testen. Als Grund nannte die Organisation den geringeren Koordinierungsaufwand. Experten gehen mittlerweile davon aus, dass die Karte frühestens ab Ende 2006 flächendeckend eingeführt werden könne. (ba)