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05.01.1996 - 

P7-Prozessor von HP und Intel ist im Gespraech

Probleme mit Power-PC-CPU zwingen IBM zu Alternativen

Wie der britische Brancheninformationsdienst "Computergram" mit Bezug auf seine Schwesterzeitschrift "Unigram X" und andere, nicht naeher bezeichnete Informationsquellen schreibt, hat die IBM den Power-PC-Chip 620 bereits aufgegeben. Er war in der Vergangenheit wegen seiner mangelnden Leistungsfaehigkeit in Misskredit geraten.

Aus diesem Grunde denke das Unternehmen bei der Entwicklung von RS/6000-Rechnern, die fuer den kommerziellen Markt gedacht sind, an eine neue Technologiestrategie: Statt des 620-Bausteins wolle Big Blue in diesen Workstations die Chipimplementation der Power-PC-CPU benutzen, die auch in den neuen AS/400-Modellen eingesetzt wird.

Allerdings, so "Computergram" weiter, handele es sich um eine modifizierte Version, bei der die IBM-Ingenieure unter anderem auf das Speicheradressierungsverfahren der RS/6000-Maschinen zurueckgreifen.

IBMs Entwicklerwerkstatt fuer RISC-Prozessoren in Austin, Texas, arbeitet bereits an einem weiteren 64-Bit-Power-PC-Layout. Dieser "630"-Chip soll den 620-Baustein ersetzen. Insider glauben, dass der 630-Prozessor zukuenftig auch in AS/400-Maschinen eingesetzt werden wird.

Auch bei den Ingenieuren und Managern von IBMs "SP2"-Parallelrechnern stoesst der 620-Chip offensichtlich auf keine Gegenliebe mehr: Die jetzt dem RS/6000-Bereich zugeordnete Division unter Leitung von Mark Bregman will den Prozessor in zukuenftigen Maschinen ebenfalls nicht verwenden. Bislang nutzt man den Power-PC "604" in SMP-Systemen (SMP = Symmetrical Multiprocessing) fuer kommerzielle und die "Power-2"-Implementation fuer technisch-wissenschaftliche Anwendungen.

Als Abnehmer fuer den 620-Chip verblieben somit nur noch Motorola und die Compagnie des Machines Bull SA. Apple setzt seine Hoffnungen mittlerweile auf ein kleines, aber ideenreiches Unternehmen: Die Exponential Technology Inc. hat ein Power-PC-Prozessor-Design entworfen, das auf Bi-CMOS-Technologie basiert.

"Computergram" zitiert darueber hinaus den Leiter der AS/400-Entwicklungsabteilung in Rochester, Frank Solti, mit UEberlegungen, den P7-Prozessor von HP und Intel fuer zukuenftige Rechnergenerationen zu benutzen. Allerdings handelt es sich dabei nur um Gedankenspiele ueber moegliche Power-PC-Alternativen.