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30.07.1993

Product Information Management bringt Organisation in den Betrieb In Konstruktion und Fertigung das Informationschaos beenden

MUENCHEN (ls) - Konzepte zum Concurrent Engineering oder zur Qualitaetssicherung bringen haeufig an den Tag, dass Zeichnungen, Formulare und andere Dokumente vorhanden, aber nicht bekannt sind oder in nicht nutzbarer Form vorliegen. Ein "Product Information Management (PIM) System" schafft nicht nur Ueberblick, sondern gestattet es auch, ganze Vorgaenge zu kontrollieren und effizient zu gestalten.

Ueber Geld redet Achim Deboeser, Geschaeftsfuehrer der Ismaninger Tochtergesellschaft der Sherpa Corp. aus dem kalifornischen San Jose, nicht gerne. "Konfigurationsabhaengig" seien die Preise fuer das PIM-System von Sherpa, nicht gerade niedrig, aber: "Die Kosten, nichts zu tun, uebersteigen die Aufwendungen fuer eine pragmatische PIM-Einfuehrung." Bisher haben hierzulande vor allem Grossunternehmen wie Siemens Sicherungstechnik und Oeffentliche Netzwerke, PKI und die Deutsche Aerospace - MTU die Sherpa-Loesung implementiert.

Das Sherpa-PIM basiert auf einem Design Management System (DMS), das auf einem Unix- oder VAX-Server laeuft. In einer relationalen Datenbank mit objektorientierter Benutzeroberflaeche liegen nicht nur Entwuerfe, CAD-Zeichnungen, Formulare etc., sondern auch Textdokumente und ganze Softwarebibliotheken. Zugleich sind im DMS die Verhaeltnisse dieser Objekte zueinander definiert und ihr Aufruf durch Trigger automatisiert.

So kann die Aenderung in einer Zeichnung entsprechende Anpassungen beispielsweise im Einkauf, in der Kostenkalkulation, in der Dokumentation und im NC-Programm erzwingen. Zugleich kann das DMS nach Abschluss eines Arbeitsschrittes den Start des folgenden initiieren. Es geht bei der PIM-Loesung also nicht nur um das Verwalten von Informationen ueber Produkte, sondern zugleich um die Organisation von Ablaeufen nach allerdings unternehmensspezifischen Regeln.

Je unternehmensweiter ein solches System aufgebaut ist, desto eher lassen sich Vorteile aus ihm ziehen. Entsprechend ist die DMS-Architektur darauf ausgerichtet, auf einer Vielzahl gaengiger Hardware- und Systemsoftware-Komponenten sowie in den typischen heterogenen Netzwerk-Umgebungen moderner Fertigungsunternehmen zu laufen.

Auf dem DMS bauen weitere spezifische Komponenten auf. So dient "PIM-Vault" der Verwaltung von Produktinformationen als elektronische Dokumente. Dabei koennen Dokumente sowohl Texte als auch Zeichungen oder NC-Programme sein. PIM-Vault haelt als zentrale Verwaltungsinstanz nur die Master-Copies der Dokumente, verteilt sie nach den Massgaben unternehmensspezifischer Organisationsregeln ueber das Netz und sorgt abschliessend fuer Vollstaendigkeit und automatische Vergabe einer neuen Revisions- oder Bearbeitungsnummer.

Das "PIMS-Applikations-Set" geht ueber den von DMS gebotenen Verwaltungsservice ebenfalls hinaus. Speziell auf Concurrent Engineering und Konfigurations-Management zugeschnitten, definiert es sehr viel genauer als DMS die PIM-Objekte und ihr Verhalten. Es stellt ausserdem vordefinierte Formulare, vorentworfene Objekte, Regeln und Berichte zur Verfuegung. Hier liesse sich beispielsweise die Einhaltung von Regeln des Dokumentationsstandards SGML ueberwachen.

Es liegt auf der Hand, dass die weitreichenden Moeglichkeiten von Sherpas PIM-System zunaechst einmal eine gruendliche Durchleuchtung eines Unternehmens und aller seiner Vorgangsablaeufe voraussetzen. Bei dieser Analyse, die Sherpa als Dienstleistung ebenfalls anbietet, duerften schon etliche Schwachstellen der Unternehmensorganisation deutlich werden und Aenderungen nahelegen.