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Setec-Anbieter Softlab erlaubt sich in der Bewertung einzelner Verfahren durchaus Unterschiede


30.04.1981 - 

Produktionstechnik aus Mann-Jahrhunderten

MÜNCHEN - "Setec" ist das Know-how, wie man Softwareprojekte durchführt; man kann es nicht als Produkt kaufen. Mit dieser Kurzdefinition umreißt Ulfried Maiborn, Bereich-Geschäftsführer der Münchener Softlab GmbH, die von seinem Hause unlängst vorgestellte Software-Engineering-Technologie, die nicht nur dem Software-Technologen, sondern auch dem Software-Manager Hilfen an die Hand geben soll, ein Projekt zu einem erfolgreichen Ende zu führen.

Eine der wesentlichen Wirkungen des Setec-Einsatzes, beschreibt Maiborn, ist die Beseitigung der Probleme zwischen EDV- und Fachabteilung. Denn das neue Methodenkonzept biete Techniken der Problemanalyse und -definition um die im Anfangsstadium von Softwareprojekten üblicherweise auftretenden Logikfehler zu vermeiden.

Gerade diese Fehler, merkt Maiborn an, werden in aller Regel sehr spät erkannt, erweisen sich als entsprechend kostspielig und sind auch durch die gängigen Software-Tests nicht aufzuspüren. Setec hingegen - so Maiborn - ist zweispurig angelegt: Einerseits erhält der Software-Techniker ein breites Spektrum konsistenter Verfahren, andererseits stehen dem Software-Manager Hilfsmittel zur Produktplanung zur Verfügung.

Setec trägt mit seinen computergestützt arbeitenden Werkzeugen zur Fehlervermeidung während einer gesamten Projektabwicklung bei, unterstreicht Maiborn.

Den Verdacht, mit Setec in erster Linie die Marktchancen des von Softlab vertriebenen Programmentwicklungssystems Pet verbessern zu wollen, weist Maiborn zurück: Setec sei auch ohne Pet einsetzbar; denn es sei nicht - wie Pet - ein Werkzeug, sondern eine umfassende Produktionstechnik, innerhalb derer dann auch Pet quasi eine Produktionsmaschine sein könne.

Maiborn legt Wert auf die Feststellung, daß seine Aussagen zu Setec (auch die im nebenstehenden Interview) auf der Erfahrung aus zahlreichen Klein- und Großprojekten beruhen, die teilweise einen Umfang von 100 Mannjahren hatten.

Wenn man Setec dem Unkundigen vorstellen wolle, sagt Maiborn, sei folgendes Summary zu empfehlen: Bereitgestellt wird dem Anwender

- das jeweils zutreffende Projektmodell mit der Definition von Phasen, Tätigkeiten und Produkten,

- ausgewählte Produktionstechniken für alle Phasen,

- Projektführungstechniken - auch zur Qualitätssicherung -,

- Produktmuster, die einen einheitlichen Aufbau der Softwareteile sicherstellen sollen,

- Standards zur Vereinheitlichung der Arbeitsweise der Software-Entwickler,

- eine Projektbibliothek zur Verwaltung und zum Zugriff auf die (Teil-) Produkte,

- das Programmentwicklungssystem Pet/Maestro.