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21.10.1994

Professionelle Entwickler zeigen sich besorgt Wartungsargumente finden kein Gehoer bei Visual-Basic-Nutzern

MUENCHEN (CW) - Microsofts Visual Basic findet immer mehr Eingang in die Anwenderunternehmen - nicht immer zur Freude des DV- Managements. Die Einfachheit der Bedienung ueberzeugt vor allem in den USA die Programmierer mehr als die Warnungen vor der Unwartbarkeit der damit erstellten Software.

Visual Basic entstand urspruenglich als Makrosprache fuer das Excel- Spreadsheet. Das erklaert die einfache Handhabung. Den auch von Microsoft nicht erwarteten grossen Erfolg verdankt das Produkt aber vor allem dem wachsenden Bedarf an Desktop-Anwendungen unter Windows und der Tatsache, dass es die Umgebung den Programmieren erspart, die zahlreichen zugrundeliegenden C-Funktionen zu lernen.

Microsoft hat das Potential von Visual Basic laengst erkannt und es als Scripting-Sprache fuer die Office-Suite vorgesehen. Die CW- Schwesterpublikation "Computerworld" kolportiert darueber hinaus Geruechte, wonach die Programmierumgebung auch in das objektorientierte Betriebssystem Cairo eingebaut werden soll. Auf diese Weise koennte sich Microsoft schon vom ersten Tag der Produktauslieferung an die Unterstuetzung einer breiten Entwicklergemeinde sichern.

Eine wichtige Rolle spielen auch die mit Visual Basic erstellten, als Custom Controls bekannten Funktionsbibliotheken. Waehrend die Open-Systems-Gemeinde auf die Entstehung eines Marktes fuer Objekte wartet, schiessen die Anbieter fuer Custom Controls nur so aus dem Boden. Hinzu kommt, dass diese Bibliotheken auch dann eine Rolle spielen, wenn es darum geht, Anwendungen fuer die Microsoft-Technik Object Linking and Embedding (OLE) zu erstellen. Nach Informationen der "Computerworld" sollen die von Microsoft stammenden Custom Controls zwar vor allem in C++ geschrieben sein, doch werden sich diese Funktionen auch von Visual-Basic- Anwendungen nutzen lassen.