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Kapitalerhöhung und weitere Beteiligungen geplant


22.03.1991 - 

Profitable Computer 2000 rüstet für weitere Expansion

MÜNCHEN (vwd/CW) - Die Computer 2000 AG bleibt weiter auf expansivem Kurs: Nach Einrechnung von Beteiligungen und Übernahmen durch den Distributor für PCs, Peripherie und Software ergibt sich für das Geschäftsjahr 1989/90 (30. September 1990) ein Umsatzwachstum um 130 Prozent auf 604 Millionen Mark. Der Netto-Jahresgewinn stieg nach Auskunft von Vorstandssprecher Jochen Tschunke um 160 Prozent auf 13 Millionen Mark.

Nachdem 1989/90 der britische Distributor Frontline übernommen worden und vor kurzem eine Mehrheit an dem schwedischen Softwarevertreiber Expander Informatic AB in das Portfolio von Computer 2000 eingegangen war, ist der Expansionshunger der Münchner offenbar noch nicht gestillt. Tschunke kündigte eine 40-Prozent-Beteiligung an dem Mailänder Handelshaus EIS an, die im März vollzogen werden solle. Die Mitarbeiterzahl wird sich Angaben des Vorstandschefs zufolge bis zum Geschäftsjahresende auf rund 1000 erhöhen; am vergangenen Bilanzstichtag hätten 701 Beschäftigte auf der Gehaltsliste gestanden.

Die Aktionärsstruktur des nach eigener Einschätzung inzwischen größten Vertriebsunternehmens der Branche hat sich verändert: Nachdem ein privater Großaktionär und eine Investment-Gesellschaft ihre Anteile veräußert hatten, war vor kurzem Arend Oetker mit 13 Prozent bei Computer 2000 eingestiegen.

Tschunke wandte sich gegen Vermutungen, der Finanzier strebe eine Mehrheitsübernahme an. Weitere 13 Prozent an der Münchner Aktiengesellschaft hält deren Management, je zehn Prozent sind im Besitz der, Commerzbank sowie der Versicherungen Colonia und Nordstern. Fünf Prozent gehören einem nicht genannten Privatunternehmen, und 39 Prozent des Aktienkapitals befinden Sich in Streubesitz.

Weitere Kapitalverschiebungen stehen an: Zum Ausgabekurs von 600 Mark je 50-Mark-Aktie will Computer 2000 im März für jede fünfte Aktie einen zusätzlichen Anteilschein emittieren. Das Unternehmenskapital wird sich damit voll elf auf 13, 2 Millionen Mark erhöhen. Ende April wird der Vorstand der Hauptversammlung eine weitere Kapitalerhöhung, diesmal aus den Rücklagen der Gesellschaft, vorschlagen: Für vier ausstehende Anteile soll demnach eine Gratisaktie ausgegeben werden. Das Gesamtkapital würde sich damit auf 16,5Millionen Mark erhöhen.

Alle jungen Anteilscheine sollen für das Jahr 1990/91 voll dividendenberechtigt sein. Für das abgelaufene Geschäftsjahr schüttet das Unternehmen zwölf Mark plus zwei Mark Bonus je Aktie aus.