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17 Milliarden ECU-Volumen im Jahr 2000


03.04.1992 - 

Prognos-Studie: Multimedia wird zu einem Milliarden-Markt

BASEL (CW) - Ein starkes Wachstum sagt das Schweizer Marktforschungsinstitut Prognos dem Multimedia-Markt voraus. Die größten Umsätze werden demnach der Konsumentenmarkt sowie das Einsatzgebiet Verkaufsunterstützung erzielen. Dennoch dauert es den Basler Analysten zufolge noch lange, bis sich das "Home 0f the future" realisieren läßt.

Prognos definiert den Begriff Multimedia als Interaktion zwischen dem Benutzer und einem multiplen Mediensystem, das Daten, Text, Grafik, Animation und Ton zusammenführt. Dadurch eröffnen sich, so die Schweizer, neue Möglichkeiten etwa in der Aus- und Weiterbildung sowie bei der Verkaufsunterstützung. Neue Anwendungsfelder liegen aber auch im Massenmarkt. Außerdem stellen Multimedia-PCs die künftige Basis für Video-Konferenzen dar.

Prognos zufolge liegt das Umsatzvolumen mit multimedialen Produkten in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien heute bei insgesamt 350 Millionen ECU. Für 1995 rechnen die Marktforscher damit, daß sich in diesen Ländern bereits Einheiten im Wert von 2,5 Millionen ECU absetzen lassen. Im Jahr 2000, so die Prognose, wird das Marktvolumen 17 Millionen ECU betragen. Die größten Stücke des Multimedia-Kuchens schneiden sich den Untersuchungen zufolge Anbieter ab, die mit ihrer Produktpalette im Konsumentenmarkt oder im Bereich Verkaufsunterstützung vertreten sind.

Obwohl Wachstumspotential vorhanden sei, schätzt Prognos-Sprecher Udo Frank, daß es noch lange dauern werde, bis die Menschen auf alle Medien über ein Multimedia-System zu greifen und auch damit kommunizieren: "Das sind Grundgewohnheiten, die erst verändert werden müssen." Daher äußert sich der Basler auch kritisch zur Multimedia-überschwemmten CeBIT. Fast jeder zweite oder dritte Anbieter habe sich mit Multimedia befaßt. "Wenn die Technik etwas bietet, kommt immer schnell die Euphorie", äußert Frank. "Die Unternehmen meinen, daß sich damit viel Geld verdienen läßt." Dieses Hochgefühl werde sich aber schnell wieder geben, fügt der Prognos-Mitarbeiter hinzu und verweist auf die Erfahrungen, die damals mit Btx gemacht wurden. Für den gesamten Report, der aus mehreren Bänden besteht, verlangen die Schweizer 19 500 Franken. Die Publikationen sind jedoch auch einzeln erhältlich. So kostet die Studie über Multimedia-Systeme (Band I) 1350 Franken.

Für die Analyse des Servicemarkts (Band II) sind 12 000 Franken zu berappen.