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02.05.1980

Prognosen über den deutschen DV-Markt für 1980: Spitzenwachstum trotz Lehrermangel

MÜLHEIM/FRANKFURT (gr) - Als Wachstumsmarkt mit Bremsfaktoren stellt sich die Situation am Computermarkt in der Bundesrepublik dar. Nach dem jetzt erschienenen Management-Report der Diebold Deutschland GmbH, Frankfurt, behindert die unzureichende Ausbildungskapazität für Benutzer eine stärkere Ausweitung des Marktes für kleine EDV-Systeme. Insgesamt aber wird der Absatz der DV-Branche deutlich steigen, schreibt die Mietfinanz GmbH, Mülheim/Ruhr nach ihrer jüngsten Umfrage.

Das Marktpotential für arbeitsplatzorientierte Anlagen zur Daten- und Textverarbeitung kann nur noch mit vergleichsweise hohem Vertriebsaufwand erschlossen werden. Den Untersuchungen der Diebold zufolge sind wegen fehlender Einweisungskapazität die Akzeptanzhürden beim Benutzer kaum abzubauen. Das Wachstum der Auftragseingänge in diesem Marktsegment stamme deshalb zum Großteil von Anwendern, die ihre DV-Organisation dezentralisierten.

Auf dem Markt für Großanlagen beruhige sich der Auftragseingang vor allem wegen der normaleren Lieferfristen der IBM. 2,5 Prozent mehr Bestellungen flossen der DV-lndustrie im zweiten Halbjahr 1979 zu, als im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Installiert waren nach der Diebold-Statistik am 1. Januar 1980 insgesamt 208 750 (1.1.78: 171 655) Computer mit einem Gesamtwert von knapp 40 (35,8) Milliarden Mark. Die Grundstruktur des Wachstums auf dem Markt für EDV-Systeme wird der Studie zufolge unverändert bleiben: Kleinere Systeme expandieren weiter, bei Standardcomputern liegt das Schwergewicht auf dem Ersatz- und Erweiterungsgeschäft.

EDV-Branche bleibt an der Spitze

An der Spitze der Wachstumsbranchen bleibt nach den Ermittlungen der Mietfinanz, einer der führenden Investitionsfinanzierungsgesellschaften in der Bundesrepublik, auch nach den jüngsten Befragungen die DV-lndustrie. Im April stellten sich die Wachstumserwartungen wie im Januar 1980 auf elf Prozent gegenüber zehn Prozent im Herbst 1979. Statt der zehn Prozent höheren Investitionsabsichten vom Januar ergab sich nach der letzten Befragung ein Wert von elf Prozent. Insgesamt sollen aus der deutschen Produktion für 1980 EDV-Anlagen im Wert von 6,6 (1979: 6,0, 1978: 5,8) Milliarden Mark stammen. Vor allem durch den Preisverfall als Motor erwartet die Mietfinanz eine deutliche Steigerung des Absatzes. 1979 wuchs die Produktion real um 11,7 Prozent, nominal dagegen nur um 5,3 Prozent. Der Preisrückgang lag durchschnittlich bei sechs Prozent. Für 1980 wird mit einem realen Absatzplus von über zehn Prozent gerechnet.