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02.07.1976 - 

Software für Zeitreihenanalyse:

Prognoserechnung auch für EDV-Laien

MÜNCHEN - Die Entwicklung betriebswirtschaftlicher oder volkswirtschaftlicher Daten, wie Umsätze, Gewinne, Kosten, Preissteigerungsraten, Löhne oder Arbeitslosenquoten, über einen längeren Zeitraum zu verfolgen, auszuwerten und für Entscheidungen der Unternehmensführung aufzubereiten, ist Zweck des Zeitreihenauswertungssystems "ZERAS". Das von der Alldata Service (München) angebotene Prognosesystem ist bei der Muttergesellschaft Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bank seit 1974 in der Marketing-Abteilung ständig eingesetzt, um beispielsweise die Entwicklung des Personalaufwands oder die Abhängigkeit des Kapitalmarktzinses von der Anzahl der Arbeitslosen zu untersuchen.

Das auch für Anwender ohne EDV-Kenntnisse konzipierte Programm (laut Alldata-Information von EDV-Laien in ca. 1 Woche erlernbar) besteht aus zwei Teilen - einer Methode zur Datenspeicherung und einer Sprache mit ca. 40 Befehlen zum Auswerten und Ausdrucken der Informationen in der jeweils vom Empfänger gewünschten Form.

In der Datenbank "ZERDA" werden die Daten verschiedener Zeiträume mit Anfangsdatum und Intervallen unter einem Schlüssel gespeichert. Der Schlüssel besteht aus einer 15stelligen Positionsnummer, die wiederum in 15 Gruppen und in 5 Arten pro Gruppe unterteilt werden kann. Die tiefe Gliederung soll eine zielgerichtete Aufbereitung der abgespeicherten Informationen ermöglichen. In die "ZERDA"-Datenbank aufgenommene Zeitreihen werden laufend aktualisiert und berichtigt.

Für das Rechnen mit den Zeitreihen - bis zu 20 sind beliebig kombinierbar - stehen die Grundrechenarten sowie einfache und komplexe Analyse-Funktionen zur Verfügung. Das Rechnen sowie die Ausgabe der Ergebnisse in tabellarischer oder graphischer Form erfolgt mit Hilfe einer Befehlssprache. Die wichtigsten der ca. 40 Befehle sind:

STRUKTUR zum Bestimmen der relativen Anteile am Gesamtwert;

INDEX zum Auswählen eines gemeinsamen Basisjahres für verschiedene Zeitreihen.

GROWTH und PGROWTH zur Berechnung von absoluten und relativen Wachstumsraten;

FLOATING zum Eliminieren von Zufallsschwankungen, zum Ermitteln eines linearen Trends und zum Berechnen gleitender Durchschnitte;

KORRELATION zum Ermitteln der Beziehung zwischen zwei Zeitreihen. Dabei werden neben dem Korrelationskoeffizienten auch die Mittelwerte, Standardabweichungen und Kovarianzen errechnet;

TP2 zum Aufruf eines Durchschnitts-Modells, das sich bei schwankenden Zeitreihenwerten (ohne erkennbare saisonale Einflüsse) zur Prognose eignet. Der Durchschnitt der letzten n-Werte ergibt den neuen Wert;

TP1 errechnet aus den relativen Zuwächsen mehrerer Zyklen Durchschnittszuwächse (bei Vorliegen von Saisonschwankungen);

REGRESSION - führt eine lineare Regression durch und bestimmt ein Vertrauensintervall für die Prognosewerte (für Zeitreihen mit linearem Trend, der von Zufallsschwankungen überlagert ist);

REK zum Ermitteln der Korrelation zwischen verschiedenen ökonomisch variablen und zur Aufstellung einer Gleichung, aus der sich die Veränderung der Zielvariablen aufgrund von Änderungen der Einflußgrößen errechnen läßt.

ZERAS soll überall dort von großem Nutzen sein, wo umfangreiches Zahlenmaterial mit großem Rechenaufwand ausgewertet werden muß.

Der ZERAS-Kaufpreis beträgt 30 000 Mark. Eine Benutzung im Alldata Service Rechenzentrum ist möglich. Dabei kann auf die bei Alldata gespeicherten allgemeinen volkswirtschaftlichen Daten (z. B. Einkommensentwicklung, Arbeitslosenzahlen etc.) zurückgegriffen werden, so daß der Kunde nur noch seine individuellen betrieblichen Daten erfassen und eingeben muß. Diese Nutzung des ZERAS-Systems einschließlich der gespeicherten allgemeinen Daten wird auch im TP-Verfahren (Terminal beim Kunden, Rechnen bei Alldata) angeboten.