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31.08.1979

Programm-Entwicklung im Dialog

MÜNCHEN - Auf der SYSTEMS '79 präsentieren Softlab und Philips rationelle Software-Entwicklungs-Terminalsystem PET/X1150. Zahlreiche Neuerungen, so ein speziell für den Software-Entwickler implementiertes DB-/DC-System, interaktiver Test, computerunterstützte Fehleranalyse werden dabei erstmals vorgestellt. Das Preis-/Leistungsverhältnis wurde entscheidend verbessert und ermöglicht eine noch wirtschaftlichere Programm-Entwicklung. Fazit: PET wurde konsequent zum Software-Entwicklungscomputer und damit zur Werkbank für die gesamte EDV-Abteilung ausgebaut.

Wirtschaftlichere Software-Entwicklung

Inzwischen setzen mehr als 1500 Benutzer in allen Branchen PET für alle Aufgaben der Programm-Enwicklung ein. Nicht nur in 5 europäischen Ländern, sondern auch in den USA. Damit ist es erstmals gelungen, ein Software-Technologie-Werkzeug in die USA zu exportieren. Kunden berichten im Mittel von Produktivitätssteigerungen in der System-Entwicklung von 30 bis 50%, teilweise sogar bis zu 100%. Die Kosten belaufen sich dagegen nur noch auf ca. 10% der Personalkosten.

Neben der höheren Programmqualität zeigten sich weitere Pluspunkte der Dialogprogrammierung und -wartung mit PET: Längere Wartbarkeit der Systeme und Einsparungen in der Ausstattung und der Auslastung der installierten Großrechner.

Programmierer: Wie lange noch Stiefkind der EDV?

Viele Anwendungsbereiche werden bei ihren Arbeiten bereits durch Online-Systeme unterstützt. Die Software-Entwickler selbst schaffen diese Systeme jedoch mit den technologischen Hilfsmitteln, die vor einer halben Generation noch ausreichen mußten. Selbst wenn sie heute bereits interaktive Programmiersysteme einsetzen können, erhalten sie oft einen Service, den kein Sachbearbeiter mehr akzeptieren würde - die Priorität der Fachbereiche auf den Großrechnern führt zu Antwortzeiten, die jede kreative Tätigkeit unmöglich machen.

Meist werden zudem auch nur Teilbereiche, wie die Online-Änderung von Programmen und ggf. das Testen, unterstützt. So kämpft der Programmierer bei seiner täglichen Arbeit mit vielen Unzulänglichkeiten. Statt sich auf die Problemlösung konzentrieren zu können, muß er seine Zeit für Suchen nach Informationen in Programmvorgaben, Programmtexten, Dokumentationen und Testergebnissen verschwenden. Was ihm fehlt, ist die Unterstützung aller Phasen der Programmentwicklung mit interaktiven Werkzeugen und Methoden sowie die dafür nötige Basis: Ein DB-/DC-System, speziell für die Bedürfnisse des schöpferisch arbeitenden Systementwicklers ausgelegt.

Full-Service-Dialog für den Programm-Entwickler

PET/X1150 bringt Abhilfe. Es sorgt für bessere Arbeitsbedingungen - auch für den Software-Entwickler. Der PET-Bildschirm ersetzt dem Programmierer Codierblätter, Notizzettel, Berge von Lochkartenstapel und Programmlisten. Es macht ein Ende mit Wartezeiten, Locharbeiten, überflüssigen Testläufen und Sekretariatsarbeiten. Durch computerunterstützten Dialog werden langwierige und fehleranfällige Routinearbeiten bei der Software-Entwicklung automatisiert: Mit einem Komfort, den bisher selbst der Einsatz teurer Großrechner-Timesharing-Systeme nicht bieten kann.

PET unterstützt aber auch die kreativen Tätigkeiten der Programmentwicklung wie Spezifikation (Pflichtenheit) und Design. Das schafft eine bessere Kontinuität des Gedankenflusses und höherwertige Software-Produkte.

Aus einem wohl abgestimmten Bündel von Tools entsteht ein interaktiver Full-Service für den Programm-Entwickler.

Software-Entwicklungs-Computer und distributed Processing

Sämtliche Werkzeuge und Hilfen werden im Bildschirmdialog genutzt, sind einheitlich implementiert und arbeiten auf der gleichen Datenbasis. Dies garantiert einen nahtlosen Übergang zwischen den Projektphasen und eine ständige Aktualität aller Informationen. Die Realisierung auf einem von dem Zielrechner unabhängigen Software-Entwicklungs-Computer gewährleistet ein vom Produktionsbetrieb ungestörtes Arbeiten mit sekundenschnellen Antwortzeiten.

Das zukunftsorientierte Konzept des distributed Processing bringt alle Leistungen für den Programm-Entwickler direkt an dessen Arbeitsplatz. Neben den PET-spezifischen Entwicklungswerkzeugen sind damit auch die Programmierhilfen, Generatoren und Tools der Großrechnersysteme interaktiv vom PET-Bildschirm aus verfügbar.

"Es wird so unserer Forderung nach dem Informationssystem und Werkzeug für die gesamte EDV-Abteilung gerecht." So Softlab-Marketing-Leiter K. H. Herrmann.

Realisierte Anschlüsse: IBM /370, 4300, Siemens 7.000 und andere

Anschlüsse an IBM- und Siemens-Rechner sowie vergleichbare andere sind inzwischen für 18 verschiedene Betriebs- und Spool-Systeme (z. B. DOS/VS, OS/VSI, OS/VS2, MVS mit den Spoolsystemen Power, JES1, JES2 sowie BS1000 und BS2000 mit RSpool).

Der PET-Benutzer kann damit jederzeit auch seine für den Hostrechner formulierten Aufträge absenden. Ein einziger Aufruf genügt und der Host kennt die Wünsche des Auftraggebers.

Open-Shop trotz Closed-Shop

So hat der Programm-Entwickler jederzeit den direkten Zugriff zum Host-Rechner. Ohne Umwege über die Arbeitsvorbereitung oder das Rechenzentrums-Operating kann er

Übersetzungs- und Test-Aufträge in den Großrechner "Einspoolen". Entsprechende Vorkehrungen machen es möglich, weitgehend auf die Bereitstellung von externen Betriebsmitteln und Operatinghandling bei Tests zu verzichten; damit wird sowohl den Forderungen der Programmierabteilung wie auch den Notwendigkeiten der Rechenzentrums-Routine entsprochen.

Antwortzeiten - 1 Sekunde

Da PET als dediziertes System ausschließlich auf die Unterstützung von Programm-Entwicklungsarbeiten spezialisiert ist - die Arbeitsvorbereitung ist ein "Abfallprodukt" -, erbringt es seine Dienstleistungen dem Benutzer meist in weniger als 1 Sekunde. Verglichen mit anderen, auf Großrechner-Basis verwirklichten Systemen, die nur Teilbereiche unterstützen, ist dies ungewöhnlich - es schafft eine neue Arbeitsqualität für den Software-Entwickler, deren Auswirkungen man selbst erlebt haben muß.

Datensicherheit und Datenschutz - groß geschrieben!

Benutzer brauchen absolutes Vertrauen in die Sicherheit ihrer Datenbestände. PET trägt dem in besonderer Weise Rechnung. Jede auf dem PET-Bildschirm eingegebene Zeile wird sofort auf die Platte geschrieben. Auch bei einer durch Stromausfall verursachten System-Störung bleibt die allerletzte Aktualität des Datenbestandes gewährleistet.

Die Berechtigungsprüfung verhindert unberechtigte Zugriffe. Alle von den berechtigten Benutzern durchgeführten Änderungen werden im System protokolliert. So können alle Korrekturen eines Programmes oder auch jedes anderen Textes zurückverfolgt werden. Auch die Rekonstruktion früherer Versionen ist jederzeit möglich. Der Erfolg des PET-Systems in den letzten 3 Jahren hat gezeigt, wie ein neues technisches Konzept, verbunden mit realen wirtschaftlichen Vorteilen, die Arbeitsplätze von allen an der Systementwicklung Beteiligten entscheidend verbessern und rationalisieren kann.

Daß die Entwicklung von PET/X1150 Wirklichkeit geworden ist, ist freilich das Ergebnis eines ungewöhnlich glücklichen Zusammentreffens der Idee eines fahrenden Softwarehauses, dem Können erfahrener Entwickler von Großrechner-Betriebssystemen (die deshalb auch deren Schwächen kennen), der gezielten Förderung des BMFT und der Prozeßrechner- und Datenerfassungs-Erfahrung eines bewährten Rechnerherstellers, nicht zuletzt aber auch einer breiten Basis anspruchsvoller Kunden, die engagiert an der Weiterentwicklung der unterstützten Methoden und Werkzeuge mitgearbeitet haben.