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30.09.1994

Programm "Open Midrange Alternative" gestartet Mit Preisnachlaessen wirbt HP um Big Blues AS/400-Kunden

MUENCHEN (jm) - Mit ihrem Programm Open Midrange Alternative (OMA) buhlt Hewlett-Packard (HP) nun auch heftig um die IBM-Midrange- Basis. Mit Discount-Angeboten sollen Anwender von Big Blues AS/400-Systemen auf die Unix-Server der HP9000-Modell-800-Linie gelockt werden.

Kern des OMA-Projektes ist die "Tradeup-94"-Initiative. Anwender, die ein HP9000-System kaufen oder leasen, koennen innerhalb von 60 Tagen ihre AS/400-Hardware (Modelle B, C, D, E, F) und Peripherie sowie Software bei HP abgeben und erhalten hierfuer einen Discount von 30 Prozent. Um dem Engagement mehr Nachdruck zu verleihen, gruendete HP weltweit sieben Transitions-Zentren (TZ), je eines davon in Deutschland und Frankreich. Marcus Berber ist europaeischer Programm-Manager fuer das OMA-Projekt mit Sitz in Boeblingen, wo auch das TZ beheimatet ist. In Europa soll die Initiative in den drei Kernlaendern Grossbritannien, Frankreich und Deutschland aufgezogen werden, berichtet HP-Pressesprecherin Marion Schmidt.

In den USA konnte HP nach eigenen Angaben elf der 15 fuehrenden AS/400-Softwarepartner verpflichten, die nun auch HP-Applikationen anbieten. Aehnlich in Deutschland: Hier unterstuetzen verschiedene Partnerfirmen HP bei dem Versuch, Anwender von den Vorteilen der HP-Unix-Server zu ueberzeugen. Hierzu gehoeren beispielsweise die PKS Software GmbH in Weingarten, Wuerttemberg, die SSA-DAT aus Ratingen, die Marcem in Duesseldorf sowie die BIW GmbH (Beratung fuer Industrie und Wirtschaft) aus Weinstadt-Endersbach.

HP reklamiert, man habe bei zwei aehnlichen Initiativen - dem Mainframe Alternative Program aus dem Jahre 1991 sowie dem System/3X Alternative Program von 1993 - mit einigem Erfolg um IBM-Kunden buhlen koennen. Beim Werben um die Gunst der AS/400- Anwender duerfte sich HP allerdings erheblich schwerer tun.

Zum einen ist die AS/400 eine etablierte Maschine, ueber deren Leistungsvermoegen sich Anwender in aller Regel sehr zufrieden aeussern. Zum anderen bietet IBM mit der RS/6000-Palette selbst eine leistungsfaehige Unix-Alternative. Ausserdem steht fuer Ende 1994 eine Version des AS/400-Betriebssystems an, das mit Unix-APIs ausgestattet sein wird.

Im Mai 1994 kuendigte Big Blue ferner an, dass man die AS/400- Rechner auf die naechste Generation von Power-PC-Prozessoren umstellen werde. Erste Systeme, die mit der dann in 64-Bit- Technologie ausgelegten RISC-CPU ausgestattet sind, seien schon fuer kommendes Jahr zu erwarten.

Allerdings konnte man von Insidern hoeren, diese Zeitplanung sei der IBM doch ausgesprochen optimistisch geraten. Mit RISC- basierten AS/400-Modellen sei nicht vor 1996 zu rechnen.

Die IBM hat - zumindest in den USA - auf die HP-Attacke schnell reagiert. In einer Wochenendaktion entwarf Big Blues neue Werbeagentur Ogilvy &

Mather eine zweiseitige Anzeige fuer grosse Tageszeitungen, in der IBM unter anderem verspricht, die HP-Discounts mit entsprechenden Preisen zu kontern.