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21.06.1991 - 

FH Konstanz entwickelt Organisationssoftware

Programm soll den Ausbilder bei der Planung unterstützen

Ausbildungsplaner kennen das Problem: Kaum sind alle Daten und Lernblöcke auf dem wandfüllenden Planboard untergebracht und man ist endlich soweit, die Ausbildungspläne an die Teilnehmer zu versenden, beginnt das große Abändern. Tobias Engelsing* beschreibt ein von der Konstanzer Fachhochschule entwickeltes Programm, das die Ausbildungsplanung erleichtern soll.

Geänderte Gruppenzuteilungen, verschobene Lernblöcke, andere Verteilung der Azubis im Betrieb - diese Variablen können den Ausbildungsleiter zur Verzweiflung bringen, wenn er seinen Ausbildungsplan auf traditionelle Weise mit der Hand erarbeitet.

Hilfestellung bieten soll hier das rechnergestützte System zur Ausbildungsplanung, das vom Konstanzer Transferzentrum für Betriebliche Systemforschung der Steinbeis-Stiftung für Wirtschaftsförderung entwickelt wurde.

Die Sparkasse Konstanz hat ihre Ausbildungsplanung als erste mit dem neuen "System 7.02" erstellt. Die Software sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Auszubildenden im Betrieb, ordnet die zu absolvierenden Lernblöcke in korrekter Abfolge, schließt Auszubildende zu sinnvollen Gruppen zusammen und liefert eine Datenverwaltung, die, durch ein Paßwort geschützt, auch als Personaldatenverwaltung geführt werden kann.

Zudem lassen sich die Ausbildungspläne leicht verändern und so an das betriebliche Ausbildungsgeschehen anpassen. Sind Änderungen vorgenommen worden, liefert das System die optimierte Überarbeitung für den gesamten Ausbildungsplan aus und liefert dem Ausbildungsleiter so den dringend nötigen täglichen Überblick. Zusätzlich lassen sich verschiedene Zeitrestriktionen, (beispielsweise Blockschulzeiten für Ausbildungsgruppen, Seminar- und Lehrgangszeiten und Urlaubszeiten für den einzelnen Azubi oder Gruppen von Auszubildenden) eingeben.

Vor der Planungsdurchführung erstellt der Rechner für jeden Auszubildenden eine Übersicht. Ihr kann entnommen werden, welche Lernblöcke noch abzuleisten sind und welche Abteilung hierfür zuständig sein wird. Auch in diesem Stadium lassen sich weitere Vorgaben einfügen.

Nennenswert aus dem Leistungsprofil des Systems ist vor allem seine Multifunktionalität: Neben der eigentlichen Planungsleistung kann das System als Informationspool, als Datenverwalter für die Beurteilungen (Noten, Beurteilungen der Abteilungen) und als Urlaubsplaner und Krankheitsverwalter genutzt werden.

Dem Datenschutz wird in diesen sensiblen Bereichen durch entsprechende Zugangssperren mit Hilfe von Paßworten Rechnung getragen.

Das Ausbildungsplanungs-System wird zwar im Bankensektor und in einigen mittelgroßen Unternehmen eingesetzt, stößt aber gerade bei kleineren Unternehmen noch auf wenig Gegenliebe.

"Im Personalbereich, vor allem bei den Auszubildenden, wollen mittlere und kleine Betriebe kein Geld für derartige Systeme ausgeben", beklagt der Leiters des Transferzentrums, Professor Michael Grütz. Doch die Mundpropaganda beginne zu wirken: "Betriebe, die Erfahrungen mit der rechnergestützten Ausbildungsplanung gemacht haben, trauern den wandfüllenden Plänen im Zimmer des Ausbildungsleiters nicht nach."