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19.11.1976 - 

"Prompt 80": Preiswerte Alternative für Mikrocomputer-Selbstentwickler:

Programmier-Hardware für Intel 8080 A

MÜNCHEN - Unter der Bezeichnung "Intellec Prompt 80" hat Intel, Leader im "Mikro-Chip-Business", jetzt ein neues auf dem 8080 basierenden Mikrocomputer-Programmier vorgestellt. Es erlaubt dem Anwender, Programme in Maschinensprache einzugeben, auszutesten oder zu Speichern. So können zum Beispiel zu bereits vorhandenen Programmen neue Routinen hinzugefügt werden, die in EPROMs (löschbaren und wiederverwendbar PROMs) gespeichert werden.

Des weiteren eignet sich "Prompt 80" als Prototyp eines zu entwickelnden Mikrocomputer-Systems oder als Satellit beziehungsweise Peripheriegerät für Intels größeres Entwicklungssystem "Intellec".

Tischrechner-"Format"

Der Anwender bedient "Prompt 80" durch Eingabe satzähnlicher Befehls-, Funktions- und Datenfolgen über die Tastatur - ähnlich wie bei einem Tischrechner.

Während der Programmeingabe während des Einzelschrittablaufen eines Programms kann der Benutzer darüber hinaus die Logikvorgänge auf dem internen Mikrocomputer (Intels SBC 80/10) überprüfen. Damit stehen Informationen über Vorgänge in der 8080-CPU, über die Speicheradresse, den Speicherinhalt und die programmierbaren Ein-/Ausgabe-Kanäle zur Verfügung. Vorteil: Der Anwender benötigt kein zusätzliches, Sichtgerät oder Teletype.

Programme werden über ein hexadezimales Tastenfeld eingegeben, über das zugleich auch ein Hexadezimalrechner gefüttert wird, um eventuell erforderliche Konvertierungen vorzunehmen. Vorteil der hexadezimalen Eingabe: Typische 8080 A-Befehle lassen sich durch Drücken von nur zwei Tasten ausführen.

Zur Beschleunigung der Fehlersuche können Programme in Stufen von 16 bis 2048 Bytes segmentiert werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, größere Programme modular zu erstellen.

Mit einem "Interrupt-Software-Treiber" kann die Zeit für die Fehlersuche gegenüber herkömmlichen Programmiergeräten, die mit Maschinensprache arbeiten, zusätzlich erheblich reduziert werden: Bei jedem einzelnen Befehlsschritt werden alle 8080-Register angezeigt.

Der Kaufpreis von "Prompt 80" beträgt nach Intel-Angaben nur zirka ein Drittel bis die Hälfte der Kosten, die ein Mikro-Anwender bisher für selbstentwickelte Geräte aufwenden mußte. Für rund 4500 Mark erhält der Benutzer ein Paket, bestehend aus dem "Single-Board"-Computer SBC 80/10 mit mehreren Anzeigefeldern, ferner System-Monitor-Programmen (in drei ROMs gespeichert), sowie einen PROM-"Programmierer" für 8708/2704-EPROMs und schließlich ein Netzteil. sf

Informationen: Intel Semiconductor GmbH, Seidlstr. 27, 8000 München 2