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11.02.1994

Programmierbarer Chip mit integrierten Standards Multimedia-Prozessor fuer die Audio- und Videokommunikation

SANTA CLARA (pi) - Die Integrated Information Technology Inc. (IIT) hat einen programmierbaren Chip fuer die Video- und Multimedia-Kommunikation entwickelt. Der "VCP" (Vision Controller Processor) umfasst die Funktionen seiner Vorgaenger, des Vision Controller (VC) und des Vision Processor und bietet laut Hersteller zusaetzliche Features zur Vor- und Nachbereitung von Videosequenzen.

Der Prozessor unterstuetzt neben den Kompressions- und Dekompressionsalgorithmen fuer Bilder und bewegte Bilder (Joint und Motion Photographic Experts Group=JPEG und MPEG) auch H.320- kompatible Videokonferenzloesungen. Unter dem Standard H.320 sind verschiedene Datenaufbereitungsmechanismen wie H.261, H.242 und H.221 festgelegt. Der H.261-Standard definiert die zwei Videoaufloesungen CIF (Common Interface Format) und QCIF (Quarter Common Interface Format). CIF verwendet 352 x 288 Bildpunkte fuer die Y-Komponente (Luminanz) und 176 x 144 Bildpunkte fuer die beiden U- und V-Farbkomponenten (Chrominanz). QCIF stellt die Luminanz dagegen mit 176 x 144 Punkten und die Chromonanz mit 88 x 72 Punkten dar.

Da H.261 nicht mit der PAL- respektive NTSC-Aufloesung (National Television System Committee) uebereinstimmt, muessen digitale Videobilder in Echtzeit portiert werden.

NTSC ist die amerikanische Fernsehnorm. Im Gegensatz zum europaeischen Standard PAL, der mit 625 Zeilen und 50 Halbbildern pro Sekunde arbeitet, uebertraegt NTSC 525 Zeilen und 60 Halbbilder pro Sekunde.

Zusaetzlich zur Bearbeitung von Videodaten muessen Toninformationen komprimiert und dekomprimiert werden. Px64 definiert die drei Algorithmen G.711, G.722 und G.728, die unterschiedliche Uebertragungsqualitaeten beinhalten. Beispielsweise ist in diesen Normen festgelegt, wie ein Echo in Konferenzraeumen herausgefiltert wird.

Die Verarbeitung digitaler Tondaten wird allerdings nicht vom VCP- Chip vorgenommen. Er fuehrt das Multiplexen und Demultiplexen des Audio-Bit-Streams gemaess H.242 beziehungsweise H.221 durch, so dass keine externen Multiplexer notwendig sind.

Nach der Aufbereitung der Ton- und Bildsignale muessen die getrennten Informationen zusammengefuehrt werden, bevor sie ueber ein Netz versendet werden koennen. H.242 beschreibt, welche Audio- und Video-Bits im Datenstrom vorhanden sind. Das Protokoll, nach dem die Informationen zusammengefuehrt werden, ist unter der Bezeichnung H.221 festgelegt.

VCP ist ein voll programmierbarer Chip. Der Hersteller bietet Tools an, mit denen sich Anwendungssoftware erstellen laesst. Innerhalb des ersten Quartals sollen Versionen mit Taktfrequenzen zwischen 20 und 66 Megahertz auf den Markt kommen.

Ein mit 80 Megahertz getakteter Prozessor wird laut IIT im Laufe des Jahres produktionsreif sein. Bei Abnahmemengen von 1000 Stueck liegt der Preis pro Prozessor zwischen 140 und 400 Dollar.