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04.04.2003 - 

Microsoft bringt Entwicklungs-Tool im Herbst

Programmieren für Palladium

MÜNCHEN (CW) - Möglicherweise werden Entwickler noch in diesem Jahr damit beginnen, Anwendungen für Microsofts "Next Generation Secure Computing Base" (NGSCB), besser bekannt unter dem Codenamen Palladium, zu schreiben. Die dazu nötigen Tools will der Hersteller im Oktober vorstellen.

Im Rahmen seiner Professional Developers Conference (PDC) könnte Microsoft zusammen mit dem Software Development Kit (SDK) auch Beispielcode für NGSCB präsentieren. Die auf einer Kombination von Hard- und Software basierende Technik schafft innerhalb von Rechnern eine abgeschottete Ablaufumgebung, den "Nexus", in dem Programme vor Manipulationen geschützt sein sollen. Ohne spezielle Anpassungen werden Anwendungen diese als Erweiterung des Windows-Betriebssystems geplante Technik jedoch nicht nutzen können.

Damit NGSCB ein Erfolg wird, benötigt Microsoft eine möglichst breite Basis an Anwendungen, die über solche Ergänzungen verfügen und somit für den Nexus geeignet sind. Die Veröffentlichung eines SDK könnte diesbezüglich den Stein ins Rollen bringen. Microsoft plant eigenen Angaben zufolge aber auch, Anwendern oder Drittanbietern das Programmieren eines eigenen Nexus zu ermöglichen. Dazu will der Hersteller den zur Erzeugung der Ablaufumgebung notwendigen Code offen legen. Auch das könnte auf der PDC geschehen.

Nach Aussagen von Mario Juarez, Produkt-Manager von Microsofts Windows Trusted Platform Technologies Group, ist die bisherige Arbeit an NGSCB etwas für "Betriebssystem-Gurus". Der Hersteller ist in seinen Augen auf Feedback von Entwicklern angewiesen, da es unmöglich sei, die Technik "in einem Vakuum" zu entwickeln: "Wir brauchen die Bestätigung, dass wir das Richtige tun." Das ist auch notwendig, weil die Technik umstritten ist. Einige Kritiker befürchten, Microsoft wolle NGSCB unter anderem auch einsetzen, um zu kontrollieren, welche Software auf einem Rechner läuft. Der Hersteller bestreitet das jedoch.

Nach Angaben von Juarez hat Microsoft bereits damit begonnen, potenzielle erste Kunden aus der Wirtschaft und dem Behördenumfeld anzusprechen. Das Unternehmen möchte von diesen erfahren, wie sie NGSCB beurteilen. Denkbar wäre zudem die Einrichtung eines "Customer Advisory Panel" zur Beratung von Kunden. Konkrete Entscheidungen hierzu gibt es jedoch noch nicht. (ave)