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23.07.1982 - 

Gehälter wie für Führungskräfte:

Programmierer unverändert stark umworben

BASEL (sg) - Schon lange nicht mehr ist an der Anzeigenwerbung festzustellen, an Welchen EDV-Spezialisten es derzeit in Schweizer Unternehmen am meisten mangelt. Denn vielerorts hat man es längst aufgegeben, Vakanzen im EDV-Bereich über den Weg der Anzeigenwerbung neu oder überhaupt zu besetzen.

Dies gilt besonders für Programmierer. Extrem, in Personalnöten steckende Unternehmen, denen der Ausweg über die Ausbildung eines betriebsinternen Mitarbeiters von vornherein wegen der damit verbundenen Wartezeit und Unsicherheit verschlossen ist, beschreiten andere Wege.

Viele versuchen es mit dem Head-Hunting. Und wo sich eine Nachfrage nach derlei Diensten auftut, fehlt es nicht an entsprechenden Angeboten. Also mehren sich die Adressen der einschlägig tätigen Head-Hunter, oder auch Direktabwerber genannt, die das zumindest in der Schweiz gesetzlich nicht verbotene Geschäft mit der Abwerbung mit Eifer betreiben. Nichtsdestotrotz hat es etwas Zwielichtiges an sich.

Denn letztlich verspricht dieses Geschäft, das in Anbetracht des leergefegten Schweizer Arbeitsmarktes mit seinen 0,4 Prozent Arbeitslosen (eine absolute Ausnahme unter den europäischen Staaten) eine überdurchschnittliche Rendite.

In der Folge solchen Handelns, bei dem das Einkommen zum einzig gültigen Leitbild der auf diese Weise verschacherten Programmierer zu werden droht, dreht sich deren Gehaltsspirale munter immer höher hinauf. Damit wird die für die EDV-Branche an sich ungesunde Entwicklung, die dem Programmierer heute Gehaltssprünge erlaubt, von denen in anderen Berufen nicht einmal mehr geträumt werden mag, nicht nur unverhindert fortgesetzt, sondern zur Regel erhoben.

Aus dieser Situation heraus ergeben sich, besonders in mittleren und kleineren Unternehmen mit eigener EDV, zum Teil recht paradoxe Situationen. Zum Beispiel dann, wenn das Gehalt des Programmierers sich in der Größenordnung einer qualifizierten Führungskraft bewegt, die dieser, außer was seine limitierte und momentan auch sehr geschätzte fachliche Kompentenz angeht, von der Gesamtleistung und damit vom Wert für eine Unternehmung her gesehen, niemals erreicht.