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11.12.1981 - 

Gios von SK für CPM-, MPM- und Oasis-Rechner:

Programmsteuerung im Poke-Verfahren

TÜBINGEN (je) - Das General Input Output System (Gios), das die Tübinger Software Konstruktionen (SK) GmbH entwickelt hat, unterstützt die Kommunikation zwischen peripheren Datenstationen und Anwenderprogrammen und ist auf allen Mikrocomputern unter CP/M und MP/M, ab Frühjahr 1982 auch unter Oasis, ablauffähig. Dies teilt SK-Geschäftsführer Reinhard Mekyska mit.

Gios gewährleistet nach SK-Angaben über logische Schnittstellen die Bildschirmsteuerung, die Datenein- und Datenausgabe, die Programmsteuerung und erlaubt die zeichenweise, die feldweise und die maskenweise Verarbeitung.

Sein modularer Aufbau eignet sich, wie es heißt, für eine einfache, aber flexible Programmierung von Anwendungssystemen. Durch Benutzung allgemeiner Standards von Datenkommunikationssystemen werde die Portabilität der Anwendungsprogramme zusätzlich erhöht.

Für das Anwenderprogramm - so Mekyska - soll die Datenstation eine logische Einheit darstellen, die bestimmte logische Funktionen ausführen soll. Dabei sei es unerheblich, welche physikalische Eigenschaften die Datenstation hat. Die Aufgabe, die Steuerung der logischen Einheiten des Anwenderprogramms auf die Hardware-spezifischen Eigenschaften (etwa Steuercodes) der Datenstation umzusetzen, übernehme Gios. Die Änderungen, die durch einen Wechsel der Hardware entstehen könnten, blieben dann auf einen Bereich begrenzt.

Gios unterstützt nach Darstellung der Tübinger das Anwenderprogramm, indem es ihm eine logische Schnittstelle zur Verfügung stellt und der Anwender sich daher nicht mehr um die Formatierung der Daten sowie die Steuerung der peripheren Geräte kümmern muß. Mekyska empfiehlt jedoch nachdrücklich, für die bildweise Verarbeitung einen der von SK angebotenen Maskengeneratoren der "Mapgen"-Serie einzusetzen.

Von den insgesamt fünf Generatoren erzeugt Mapgen 2 zusätzlich Makroaufrufe für das FHS (Format Handling System) V2.0 von Siemens, Mapgen 3 für CICS/VS Release 1.5 von IBM und Mapgen 5 für Tiform von Texas Instruments. Der Generator, erläutert Mekyska, erzeugt aufgrund der editierten Masken die Gios-Aufrufe sowie die Kontroll- und Übergabebereiche. Nach der Übersetzung der Aufrufe könne der Maskenverarbeitungsmodul zum Programm "gelinkt" werden.

Wie von SK hervorgehoben wird, bietet Gios neben den Routinen zur Steuerung der Datenstationen und zur Datenein- und -ausgabe die Möglichkeit zur Programmsteuerung über die Auswahl von Programmverzweigungen am Bildschirm ("Poken").

Die Vorteile dieser Art von Programmsteuerung sind aus SK-Sicht:

- Das Auswählen von Programmfunktionen ist schneller und sicherer.

- Die Eingabe falscher Daten ist unmöglich.

- Der Ablauf ist für den Bediener einfacher zu erkennen.

Der Aufbau einer Programmsteuerung erfolgt nach Angaben der Tübinger über Routinen, die die Programmfunktionen als eindeutig identifizierbare Objekte in eine Poke-Objekt-Matrix eintragen. Beim Programmablauf könne der Bediener die zuvor eingetragenen Objekte "poken".