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23.01.1976 - 

Bayerische Raiffeisen-Zentralbank, München

Programmverwaltung spart auch Programmierzeit

MÜNCHEN - "Wir wollten eine Programm-Bibliothek haben, die leicht zu pflegen und zu verwalten ist sowie wesentlichen Schreibaufwand beim Codieren abnehmen kann und die weitgehend alle heute schon bekannten Sicherheitsanforderungen des kommenden Datenschutzgesetzes beinhaltet." So begründet Rainer Fülster, Leiter der Programmierung bei der Bayerischen Raiffeisen-Zentralbank, München, seinen Entschluß, das "fremde" Dienstprogramm Panvalet von Pansophic einzusetzen. Fülster lakonisch: "Die Hersteller-Standard-Utilities entsprechen bei Bibliotheks-Verwaltungsprogrammen nicht dem neuesten Standard."

Selbstprogrammieren zu teuer

"Glücklicherweise" sei zu diesem Zeitpunkt (im Frühjahr 1975) die Manpower in der Programmier-Abteilung knapp gewesen. Das erst gab den Anstoß, sich auf dem Software-Markt umzusehen. Gegenüber anwendungs-spezifischen Software-Paketen ist Fülster nach wie vor skeptisch, aber bei Verwaltungs-Dienstprogrammen solle man sich die Erfahrungen der Softwarehäuser zunutze machen.

Vor gut neun Monaten innerhalb von zwei Tagen eingeführt, erfüllte Panvalet bisher Fülsters Erwartungen.

Nur gegen Berechtigungs-Nachweis

Er nennt als Vorteile unter anderem die

- komprimierte Form der Speicherung,

- gute Datensicherung und

- übersichtliche Dokumentation.

Von vorher fast 300 Zylindern, die die Programm-Bibliothek auf einer IBM 3330-Platte beanspruchten, ist die Raiffeisen-Zentralbank auf 90 Zylinder heruntergekommen. Eine Reorganisation der Bibliothek ist zu keinem Zeitpunkt notwendig Gegen unbefugte oder unbeabsichtigte Änderung von Produktionsprogrammen sowie gegen Verlust der Bibliothek stehen weitreichende Sicherungen zur Verfügung: Kein Programmierer, der nicht dazu berechtigt ist, kann ein Programm löschen. Bei der Raiffeisen-Zentralbank haben nach Aussage von Rainer Fülster nur zwei Mitarbeiter Zugriff auf sämtliche Panvalet-Programme, die weitere Auswertungs- und Pflegearbeiten ermöglichen.

Aus alt mach neu

Als Leiter der Programmierung ist Fülster ganz besonders von einer weiteren Panvalet-Fähigkeit angetan: Bei der Neuerstellung und Änderung von größeren Programmen können bereits fertig geschriebene Routinen - sogar einzelne Statements und Statements-Gruppen - aus einer Modul-Bibliothek oder aus jedwedem anderen Programm in das neue Programm übernommen werden.

Dadurch lassen sich - so Fülster - 30 bis 50 Prozent der Programmier-Zeiten einsparen.

Was auch nicht ganz unwichtig ist: Panvalet kann zu vertretbaren Kosten eingesetzt werden. Der Kaufpreis beträgt 17 000 Mark, damit ist auch die Programmpflege und Wartung in den ersten zwölf Monaten nach Installation abgegolten. Danach zahlt der Benutzer jährlich 1950 Mark.

Fülster: "In Zeiten ständig steigender Hardware- und Softwarekosten hat sich die Investition für Panvalet das ständig eingesetzt wird, bereits innerhalb kurzer Zeit amortisiert."