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Deutsche Börse Systems AG sucht 100 neue Mitarbeiter


17.07.1998 - 

Projektarbeit hilft auf dem Sprung nach oben

Schon bald soll der Finanzplatz Frankfurt einer der führenden der Welt werden. Die Gruppe Deutsche Börse setzt im internationalen Wettbewerb mit den Weltbörsen vor allem auf die Entwicklung elektronischer Börsensysteme und will dabei schneller sein als andere. Wichtigste Voraussetzung dabei: die Entwicklungsleistungen der Deutsche Börse Systems AG.

Das Systemhaus entwickelt und betreut sämtliche Handels-, Abwicklungs- und Informationssysteme der Gruppe Deutsche Börse. Insgesamt 17000 Nutzer pro Tag wickeln ihre Transaktionen auf den Terminals des Unternehmens ab. 1997 bewegte das Unternehmen fast 7000 Milliarden Mark Gesamtumsatz allein an der Frankfurter Wertpapierbörse. Nach einer Entwicklungsdauer von nur 18 Monaten ging Xetra, das elektronische Börsenhandelssystem, am 28. November 1997 in Betrieb.

Parallel wurden die technischen Voraussetzungen für die Abwicklung in Euro geschaffen: Auch die Vorbereitung aller zeitgesteuerten Systeme auf die Jahrtausendwende läuft.

Ab der zweiten Jahreshälfte 1999 wird die Wiener Börse ihren Kassamarkt ebenfalls auf der technischen Plattform Xetra betreiben. Auch der Ausbau von Eurex erhöht drastisch den Personalbedarf: Ab September 1998 werden die Deutsche und Schweizer Terminbörse ihre Geschäfte auf der einheitlichen technischen Plattform Eurex abwickeln. In einem nächsten Schritt soll Eurex mit dem französischen Terminmarkt verbunden werden. Mit der weltweit größten Terminbörse, der CBOT in Chikago, wird Eurex noch in diesem Jahr den Grundstock legen für einen globalen Terminmarkt.

"Bis Jahresende wollen wir unsere Mannschaft drastisch aufstocken. Deshalb haben wir jetzt eine Joboffensive gestartet", so Helmut Potthoff, Leiter Human Ressources bei der Gruppe Deutsche Börse. Statt klassischer Personalsuche per Stellenanzeige setzt er konsequent auf Imagekampagne und Online-Auftritt http://jobs.exchange.de . Über das Internet hofft er, fast 95 Prozent der Zielgruppe zu erreichen.

Gesucht werden IT-Fachkräfte mit langjähriger Berufserfahrung und Quereinsteiger, die ihr Know-how in der Praxis erworben haben. Aber auch Hochschulabsolventen aus den Bereichen Informatik, Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften sowie Naturwissenschaften wie Mathematik oder Physik sind gefragt.

Die Systems arbeitet mit modernen Client-Server- sowie Host-Technologien. Sie verwendet alle gängigen Programmiersprachen von C, C++ bis hin zu Cobol und entwickelt ihre Produkte unter Unix, Windows NT, MVS und VMS. Im Einsatz sind Datenbanken wie DB2, Oracle und Acces. Auf ihrem weltweiten Netzwerk betreibt die Systems die Protokolle TCP/IP, SNA und Decnet. Fundierte Englischkenntnisse sind im internationalen Börsengeschäft ebenfalls unverzichtbar.

"Das gesuchte Profil reduziert sich aber keinesfalls nur auf das Fachwissen. Das allein reicht für die Mitarbeit an der Börse der Zukunft nicht", so Potthoff. Schnelligkeit, Kreativität und - besonders in engen Projektsituationen - sehr viel Engagement sind gefordert. Wer das leisten kann und internationales Arbeiten als Herausforderung begreife, auf den warten gute Karrierechancen. Festgeschriebene Trainee- oder Karriereprogramme gibt es nicht. Die Entwicklung läuft über die Projektarbeit sowie Fortbildungen auf Softwaresystemen und Schulungen in Bank- und Wertpapierwesen.

Die termingerechte Einführung des elektronischen Börsensystems Xetra war für fast alle Systems-Mitarbeiter das Highlight des vergangenen Jahres. In acht großen Projektteams sind insgesamt 223 Mitarbeiter mit der Weiterentwicklung von Xetra beschäftigt. Das elektronische Handelssystem, das auf Basis einer Client-Server-Architektur arbeitet, wird in vier Releases eingeführt. Release eins und zwei sind bereits umgesetzt. Am 12. Oktober 1998 erfolgt die Einführung von Release drei. Dann werden alle wichtigen Funktionen für den börslichen Handel, wie der Handel kleinster Ordergrößen und der Rentenhandel, zur Verfügung stehen. Release vier soll den Markt vollständig abdecken.

Flexibles Arbeitszeitmodell

Wie die einzelnen Teams und Mitarbeiter ihre Arbeit organisieren, entscheiden sie selbst. "Wer an einem Projekt arbeitet, weiß selbst am besten, wie er es organisiert und seine Zeit am effektivsten nutzt", so Potthoff. "Wir haben daher ein flexibles Arbeitszeitmodell - ohne die Beschneidung angesparter Zeitguthaben - und ermöglichen auch Telearbeit. Was wir brauchen, sind eigenverantwortlich arbeitende Kollegen, die diesen Freiraum für sich zu nutzen wissen."