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14.07.2000

Projekte

14.07.2000

Die Anfänge der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Mobilfunkforschung liegen schon einige Jahre zurück. Ende der siebziger Jahre initiierte das BMBF ein Forschungsprojekt für den digitalen Mobilfunk. Die damaligen TK-Protagonisten, das Postministerium (zu dieser Zeit Dienstherr der Telekom) sowie die Haus- und Hoflieferanten (wie etwa Siemens), waren von diesen Plänen wenig erbaut, denn sie hatten soeben den Aufbau eines analogen Mobilfunknetzes gestartet.

Erst im Jahr 1996 wagte das BMBF mit "ATM Mobil" den Wiedereinstieg in die Mobilfunkforschung. Dieses Projekt, das das Ministerium mit insgesamt 40 Millionen Mark unterstützte, wurde nun zum Abschluss gebracht. Ziel war es, drahtlose ATM-Systeme zu entwickeln. Dazu arbeiteten die Forscher an vier Fronten: "ATM-RLL" untersuchte die Möglichkeit zum Teilnehmeranschluss mittels Punkt-zu-Multipunkt-Richtfunk. Den drahtlosen Zusammenschluss von lokalen ATM-Endgeräten entwickelten die Teilnehmer im Rahmen des Vorhabens "ATM-WLAN". "ZATM" schuf ein zellulares ATM-Netz. Schließlich wurde in dem Technologieprojekt "Integrated Broadband Mobile System" (IBMS) mit Infrarot, verschiedenen Frequenzen im Gigahertz-Bereich, adaptiven Antennen, Funkprotokollen und dem Internet-Zugang experimentiert.

Das aktuelle BMBF-Projekt zur Erforschung des Mobilfunks heißt "UMTS Plus". Es soll den vorhandenen UMTS-Standard erweitern und existiert in drei Ausprägungen. "Comcar" will asymmetrische Dienste via Rundfunkfrequenzen an mobile Endgeräte vermitteltn. Die Forscher der "Invinet"-Arbeitsgruppe planen, Videokompressionsverfahren den Anforderungen der Mobilfunknetze anzupassen. "Sorbas" zielt schließlich darauf ab, Mobilfunksysteme weitgehend in Software zu implementieren. Das BMBF fördert UMTS Plus bis zum nächsten Jahr mit 32 Millionen Mark.

Damit läuft die BMBF-Förderung nicht aus, bereits im Herbst dieses Jahres soll das Verbundvorhaben "Hipernet" gestartet werden. Die Inhalte dieses Projektes werden derzeit erarbeitet, sollen laut BMBF jedoch heterogener als die bisherigen Entwicklungsarbeiten gestaltet werden.