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Brückenschlag vornehmlich für Juristen


20.09.1991 - 

Projekte nach dem Muster von BVB-Planung und -Erstellung

Erfolg oder Mißerfolg eines Projektes kann sich schon in einem sehr frühen Stadium der Projektarbeiten entscheiden. Welche juristischen Kniffe hierbei zu beachten sind, ist Gegenstand eines speziellen Seminars, das die deutsche Anwaltsakademie in Zusammenarbeit mit der Zeitschrift "Computer und Recht" veranstaltet.

Die Referenten dieses Seminars, Rechtsanwalt Claus D. Müller-Hengstenberg und Diplomingenieur Gunthard Lichtenberg, haben Erfahrungen und Anschauungen aus einer Vielzahl von Projekten, mit denen sie in ihrem beruflichen Umfeld zu tun haben. Eine der wesentlichsten Schwächen vieler Projekte sehen sie darin, da keine ausreichende Kommunikation zwischen den Architekten und Ingenieuren eines Projekts einerseits und den "Vertrags-Leuten" und Juristen andererseits besteht. Ihr Anliegen ist es, dieses Manko zu beheben, das heißt eine Brücke zu schlagen zwischen der Welt der Projekt-Ingenieure und derjenigen der Juristen. Damit bekommen die Juristen ein besseres Verständnis für typische rechtliche Fragen und Bewertungen von DV-Projekten, wie auch die DV-Ingenieure ein besseres Verständnis für die rechtlich relevanten Rahmenbedingungen ihrer Arbeit erhalten.

In diesem Seminar wird der Brückenschlag vornehmlich für Juristen erfolgen, die eine Einführung in Spezifika von DV-Projekten, das heißt ihre typischen Probleme und Lösungsansätze hierzu, sowie vertiefende rechtliche Betrachtungen zu den Thema vermittelt bekommen.

Als Leitlinie verwenden die Referenten die BVB-Planung und -Erstellung (BVB = Besondere Vertragsbedingungen der öffentlichen Hand) dies hat den Vorteil, da sie, obwohl selbst von einem DV-Hersteller kommend, dennoch ihre Ausführungen herstellerneutral auf - einem Standard - Vertragswerk basieren lassen, das einerseits für die öffentlichen Auftraggeber in Deutschland verbindlich ist, andererseits aber auch das Potential hat, richtungsweisend für den Bereich kommerzieller Verträge zu sein; dabei ist nicht unwichtig, da BVB-Planung und Erstellung jungen Datums sind und damit nicht so leicht in den Geruch geraten können, überholt zu sein.

Die Referenten zeugen auf, wie man DV-Projekte von Anfang an durch die richtigen Projektparameter auf einem erfolgversprechenden Weg bringen kann, denn Erfolg oder Mißerfolg eines Projekts entscheidet sich nach ihrer Überzeugung bereits in einem sehr frühen Stadium, meist um den Vertragsabschluß herum, manchmal sogar schon davor.

Schwerpunkte der Themen sind:

- Phasenweises Vorgehen als Basis für den Projekterfolg.

Der Versuch, alles "in einem Schuß" zu machen, ist von Anfang an zum Scheitern verurteilt.

- Die Rolle der Leistungsbeschreibung für den Projektverlauf und -abschluß.

Ohne eine präzise und ausreichend detaillierte Leistungsbeschreibung sind Mißverständnisse zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer und daraus resultierende Verzögerungen des DV-Projekts vorprogrammiert.

-Änderungen des technischen und vertraglichen Umfelds und wie man ihnen richtig begegnet.

- Die Abnahme aus technischer und rechtlicher Sicht.

- Die Zeit nach der Abnahme: Gewährleistung aus technischer, und rechtlicher Sicht.

- Nutzungsrechte an Arbeitsergebnissen.

Dabei richtet sich die Vertiefung einzelner Themen nach den Interessen der Teilnehmer. Themen, die vertieft werden können sind auch Systemintegrations- beziehungsweise Generalunternehmerverträge, Projektmanagement, Aufwandsschätzungen.

Natürlich ist die Möglichkeit der Vertiefung begrenzt durch die Dauer des Seminars; die Teilnehmer erhalten jedoch Hinweise auf weiterführende Literatur. - Nicht zuletzt ist natürlich auf die laufenden Veröffentlichungen von Urteilen und Fachaufsätzen in "Computer und Recht" hinzuweisen, auf die insbesondere im rechtlichen Teil des Seminars immer wieder Bezug genommen wird.

Immer die gleichen Fragen

- Warum werden Terminpläne von DV-Projekten immer wieder überschritten?

- Wie kann man den Aufwand und damit die Kosten von DV-Projekten in den Griff bekommen?

- Warum ist am Ende das Projekt "doppelt so groß "?

- Wie kann man ein "nie endenwollendes" Projekt verhindern?

- Warum scheitern Projekte immer wieder total?

Dies sind Fragen, die sich im Zusammenhang von DV-Projekten immer wieder stellen.