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21.11.1986

Projektmanagementsysteme in der Praxis (Teil 2)

DV-gestützte Projektmanagementsysteme sind besser als ihr Ruf - vorausgesetzt, die Auswahl der PMS-Software und die Einführung erfolgt aufgabengerecht, systematisch und praxisorientiert. So der Tenor einer PMS-Analyse, die anhand von Beispielen aus der Praxis durchgeführt und im Juli 1985 fertiggestellt wurde. Die darin aufgezeigten Methoden, Hilfsmittel, Verfahren und Ergebnisse können dem Projektleiter, dem Projekt- oder Bereichskoordinator und dem Netzplanverantwortlichen als Leitfaden für eine aufgabengerechte Abwicklung dienen. Der zweite Teil zeigt anhand einer Checkliste Kriterien zur Beurteilung des Leistungsprofils der PMS-Softwareprodukte.

Die praxisorientierten Anforderungen an die DV-gestützte PMS-Software werden durch eine Checkliste ergänzt, mit der sich der funktionelle Erfüllungsgrad, die DV-Lösung und die Beschaffungsmodalitäten der PMS-Softwarepakete prüfen lassen.

Es ist zu empfehlen, die Checkliste bereits bei der Gesamtkonzeption des DV-gestützten Projekt-Management-Systems durchzuarbeiten. Das ist deshalb zweckmäßig, weil zu diesem Zeitpunkt zumindest bereits geklärt werden muß, welche hauptsächlichen Anforderungen vorliegen und ob grundsätzlich eine Lösung innerhalb der vorgesehenen maschinellen Datenverarbeitung mit PMS Software möglich ist. Selbstverständlich wird man die Erarbeitung von Detaillösungen aus zeitlichen Gründen auf die nachfolgende Feinkonzeption verschieben.

Die folgende Checkliste enthält nicht nur Fragen zu den produktspezifischen Merkmalen, die beim geplanten Einsatz von PMS-Software zu prüfen sind, sondern auch Hinweise auf die Implementierungsunterstützung, die Qualität der Anbieter und die Wirtschaftlichkeit. Durch die Art der Fragestellung ermöglichen die folgenden Punkte auch einer wenig in DV-Details geschulten Führungskraft, die Vollständigkeit des angebotenen PMS-Softwareproduktes zu beurteilen.

Funktioneller Erfüllungsgrad

Das PMS-Softwarepaket muß in der Lage sein, die Beziehungen zwischen den Projektaufgaben in ablauflogischer, terminlicher, kapazitativer und kostenmäßiger Hinsicht zu erfassen und aufzuzeigen. Es sollte jederzeit in der Lage sein, Auskünfte über Stand der Termine, Kapazitäten und Kosten zu geben, und zwar bis hinunter auf die Ebene der Vorgänge und bezogen auf die einzelnen Organisationseinheiten.

Das PMS-Softwarepaket muß benutzerfreundlich und fehlertolerant sein. Der Umfang der notwendigen Eingabedaten sollte relativ gering gehalten werden. Das PMS-Softwarepaket muß in der Lage sein, übersichtliche Berichte in Form von frei gestaltbaren Listen und Grafiken auszugeben.

Projekt-Strukturierung

01 Können im System Projektstrukturpläne Aufgliederung der Projekte über mehrere Ebenen in Teilaufgaben beziehungsweise Arbeitspakete - verarbeitet und als Baumstruktur (wahlfrei definierbar) und/oder als tabellarische Auflistung dargestellt werden?

02 Ist interaktive und/oder grafische Projektstrukturierung möglich?

03 Können die Datenbestände eines Projektes parallel mehreren Strukturen, zum Beispiel Projektstruktur wie Kostengruppe, Phase, Komponente, Funktion und Auftragsstrukturen, zugeordnet werden?

04 Wie groß ist das Feld zur Identifikation eines Projektstrukturelements und seiner Bezeichnung, und wie ist es definiert (zum Beispiel alphanumerisch)?

05 Können andere Informationen, zum Beispiel Verantwortung, textliche Erläuterungen, Status des Strukturelements, dem Strukturelement wahlfrei zugeordnet werden?

06 Kann ein Gesamtnetz von vornherein in Teilnetze untergliedert werden?

07 Wie viele Projekt-Versionen (Vergangenheitswerte) können gespeichert werden?

08 Welche Möglichkeiten zur Simulation von Auswirkungen aufgrund von Planwertänderungen bestehen im System?

09 Sind in dem System Möglichkeiten vorhanden, die die statistische Auswertung vergangener Projekte ermöglichen?

10 Über wie viele Jahre im voraus kann ein Projekt geplant werden (Planungshorizont)?

11 Besteht die Möglichkeit, im System Checklisten für Dokumentation und Vorgehensweise im Phasenkonzept zu führen?

12 Können diese Checklisten maschinell gestützt in Aktivitäten (Vorgänge) umgesetzt werden?

Projekt-Ablaufplanung

13 Welches ist die maximale Anzahl der zulässigen Projekt-Vorgänge?

14 Welches ist die maximale Anzahl der wählbaren Organisationscodes je Vorgang?

15 Welche Arten von Anordnungsbeziehungen zwischen den Vorgängen kennt das System - Ende/Start, Ende/Ende, Start/ Start, Start/Ende?

16 Welches ist die maximale Anzahl von Anordnungsbeziehungen pro Aktivität?

17 Sind mehrere Start- beziehungsweise Ende-Vorgänge in einem Teilablauf erlaubt?

18 Ist die Zusammenfassung eines Teilablaufs - mehrere Aktivitäten - durch nachträgliche, wahlfreie Definition von sogenannten "Hammocks" möglich?

19 Ist die Bildung mehrstufiger Netzpläne (Top down) möglich?

Terminplanung und -kontrolle

20 Wie viele Kalender können gespeichert und abgerufen werden?

21 Wie viele unterschiedliche Zeiteinheiten (Minuten, Stunden, Betriebstage, Kalendertage, Schicht, Woche, Monat, Jahr) können definiert und abgerufen werden?

22 Kann die Umrechnung von Zeiteinheiten (zum Beispiel Stunden auf Tag) vom System selbständig durchgeführt werden?

23 Erfolgt Netzplanberechnung und -darstellung nach dem MPM-Verfahren?

24 Beinhaltet das System auch die Vorgangspfeil- Berechnung CPM?

25 Ist auf Anforderung eine automatische Umstellung von der MPM- auf die CPM-Methode möglich?

26 Werden Pufferzeiten - Gesamt-Puffer, freier Puffer - ausgewiesen?

27 Erlaubt das System Anordnungsbeziehungen zwischen den Vorgängen und die Möglichkeit minimaler und/oder maximaler Zeitgrößen mit jeweils positiven und negativen Zeitwerten?

28 Wird hierbei nach minimaler/maximaler Überlappungszeit unterschieden?

f29 Ist die Angabe von Fixterminen für Vorgänge möglich?

30 Welche Arten von Terminangaben sind möglich - Vertragstermine, Plantermine, Nicht-früher-als-Termine, Nicht-später-als-Termine?

31 Sind mehrere Termine pro Aktivität zugelassen; zum Beispiel Soll-Termin und Plan-Termin?

32 Können Vorgänge als Meilenstein gekennzeichnet und mit besonderen Texten versehen werden?

33 Wenn ja, können Meilensteine selektiert ausgedruckt werden?

34 Wie flexibel ist der Soll-/Ist-Vergleich für relativ, absolut und nach Fertigmeldung angefallener Zeiten - time to complete, hours to complete?

35 Enthält das Softwarepaket eine auf Anforderung ablaufende Stichtagsregelung (time-now-function), die die vor dem Stichtag geplanten und noch nicht begonnenen Vorgänge unter Beibehaltung der logischen Reihenfolge verschiebt?

36 Wie werden die geplanten Vorgänge, entsprechend dem gemeldeten Start und Ende ausgewiesen - geplant, in Arbeit, beendet?

37 Ist das System in der Lage, die bei fehlerhafter Planung der Abhängigkeiten auftretenden Schleifen beziehungsweise Zyklen zu erkennen und aufzuzeigen?

Kapazitätsplanung und -kontrolle

38 Welches ist die maximale Anzahl der wählbaren Kapazitätsarten?

39 Welche Möglichkeiten der Einsatzmittelplanung gibt es (Volumen/Zeiteinheiten, Gesamtvolumen/Vorgang oder Arbeitspaket)?

40 Können kapazitative Einheiten definiert werden, beispielsweise Betriebe, Einsätze, Kolonnen?

41 Können Kapazitätsgruppen zusammengefaßt werden (Ingenieure, Techniker, Maschinenschlosser, Drehbänke, Kräne)?

42 Sind mehrere Ebenen von Kapazitätsgruppen verarbeitbar?

43 Welche Möglichkeiten zur Definition eines Kapazitätsbedarfs pro Aktivität - fixe und/oder lineare Einlastungsform - bestehen im System?

44 Welche Zuteilungsregeln bestehen?

45 Können kapazitative Anordnungsbeziehungen und Prioritäten berücksichtigt werden Verfügbarkeitsdatum für Mitarbeiter und Abteilungen?

46 Ist die Definition von Primärkapazitäten, zum Beispiel 35 Stunden pro Woche und Sekundärkapazitäten zum Beispiel zehn Überstunden pro Woche je Einsatzmittel möglich?

47 Können Prioritäten beim Einsatz der Mitarbeiter und/oder Maschinen gesetzt werden?

48 Wenn ja, welche Prioritätsregeln liegen dem zugrunde?

49 Können Einzelaufgaben einem bestimmten Mitarbeiter zugewiesen werden?

50 Wird die Verfügbarkeit von Einsatzmitteln für bestimmte Zeitraume definiert?

51 Ist eine Einsatzmittelzuteilung im Rahmen einer Multiprojektführung möglich?

52 Wird bei der Einsatzmittelzuteilung auf Anforderung eine Glättung des Kapazitätsbedarfs nach früher und später Lage durchgeführt?

53 Kann das System, zum Beispiel bei Überschreitung des Kapazitätsbedarfs, die Herkunft (Vorgänge) des Kapazitätsbedarfs anzeigen?

54 Erlaubt das System wahlweise die Netzplanberechnung beziehungsweise -simulation mit fixer Kapazität und mit fixen Terminen?

Kostenplanung und -kontrolle

55 Welches ist die maximale Anzahl der wählbaren Kostenarten?

56 Welche Methoden der Kostenvorgabe sind möglich (Kosten/Zeiteinheit des Vorgangs/Vorgang-Beginn, Zwischentermin, Ende, Kosten/Arbeitspaket)?

57 Welche Kosten können erfaßt und geplant werden (Plankosten, Istkosten, Zusatzkosten und Restkosten)?

58 Besteht die Möglichkeit einer dreidimensionalen Kostenplanung nach Kostenstellen, Kostenarten und Zeitdimension?

59 Wie erfolgt die Bewertung von Einsatzmitteln, -gruppen?

60 Ist eine differenzierte Kostenschätzung möglich (Budget cost, actual, estimate to complete)?

61 Kann diese zeitlich unterteilt, zum Beispiel nach Monaten, Quartalen Jahren erfolgen?

62 Ist ein Soll-/Ist-Vergleich der Kosten eventuell anhand des Arbeitswertes beziehungsweise des Fertigstellungswertes möglich?

63 Ist es möglich, die Kosten pro Kostenstelle auszuweisen?

64 Ist es möglich, kostenmäßige Anordnungsbeziehungen zu definieren?

65 Halten Sie die Übernahme und Zuordnung von Ist-Kosten aus spezifischen Datenbeständen, die mit einer entsprechenden Ident-Nummer qualifiziert sind, für machbar?

66 Können Kostenabweichungen festgestellt werden (= erwartete Gesamtkosten - Plankosten)?

Ergebnis-Ausgaben

67 Können Projektstrukturpläne, und das in beliebig vielen Ebenen, aus den Teilaufgaben und Blockvorgängen (Arbeitspakete) entwickelt und in Form eines Organigramms ausgegeben werden?

68 Verfügt das System über Output-Generatoren zur individuellen Listenerstellung und Maskenerstellung für Bildschirme?

69 Ist eine freie Formatwahl der Berichte und Grafiken möglich?

70 Können Statistiken (Projekt-Kennzahlen) ausgegeben werden?

71 Erlaubt das System die Ausgabe von Berichten mit "Termin-Fenstern"?

72 Beinhaltet das System bestimmte Verdichtungsmöglichkeiten, zum Beispiel aufgrund integrierter Projektstrukturplanungen?

73 Werden die Zeitplanungen von Aktivitäten auf folgenden Ebenen wie Projekt, Teilaufgabe/Phase, Arbeitspaket, Einsatzmittel, Personengruppen, Kostenstelle konsolidiert?

74 Welche Selektions-/Sortiermöglichkeiten bestehen?

75 Welche grafischen Darstellungsformen hat das System - Baumdiagramme, Balken (waagerecht), Säulen (senkrecht), Kurven, Kreisdiagramme, Kombination von diesen Diagrammen?

76 Sind mehrfarbige Darstellungen vorgesehen?

77 Können Teilprojekte definiert und Teilprojektgrafiken ausgegeben werden?

78 Enthält das System Auswertungen/Grafiken mit Plan/Plan- und/oder Ist/Ist-Vergleichen - Vergleich neuer Plan/Ist-Werte mit Vergangenheitswerten?

79 Können Netzpläne in der Vorgangsknotendarstellung (MPM) ausgeführt werden?

80 Können Netzpläne in der Vorgangspfeildarstellung (CPM) ausgeführt werden?

81 Können Teilnetzpläne ausgegeben werden?

82 Wird der durch das Graneda-Paket der Netronix GmbH, Aachen, vorgegebene Standard zur Netzplandarstellung erfüllt?

83 Unterstützt die Software des Systems die Netzplanausgabe für Laser-Drucker?

84 Ist es möglich, eine Teambildungsmatrix aus den Einsatzmitteldaten (Mitarbeiter) und den jeweils zu erledigenden Arbeiten zu entwickeln und in Tabellenform auszugeben?

85 Können die Daten individuell aufbereitet werden, um sie für , andere Aufgaben als Planungshilfe einzusetzen?

DV-Lösung

Die folgenden Fragen zum Leistungsprofil der DV-Lösung des PMS-Softwarepakets können generell als Beurteilungskriterien für die Auswahl von Anwendungs-Softwarepaketen gelten.

Entweder erfüllt das PMS-Softwarepaket die Hardware-Forderungen des Auftraggebers oder es scheidet von vornherein aus.

Hardware

86 Auf welchen Hardware-Konfigurationen - Prozessor, Platteneinheiten, Bandeinheiten, Terminals, Drucker, Plotter - ist das System lauffähig?

87 Wie groß ist der erforderliche Kernspeicherbedarf?

88 Wie groß ist der Plattenspeicherbedarf für das Softwarepaket; für ein Projekt mit 1000 Aktivitäten und zehn Einsatzmitteln; für ein Projekt mit 2000 Aktivitäten und 50 Einsatzmitteln?

89 Wie hoch ist der Rechenzeitbedarf (CPU-Zeit) für die Zeitberechnung von 1000 Aktivitäten und 2000 Aktivitäten?

90 Wie hoch ist die Performance für die Einsatzmittelzuteilung für ein Projekt mit 2000 Aktivitäten und 50 Einsatzmitteln?

Software

91 Welche Software-Voraussetzungen - Betriebssystem, Compiler, sonstige Support-Software - sind notwendig?

92 Welche Maßnahmen zur Realisierung des Zugriffsschutzes und Prüfung der Zugriffsberechtigung enthält das Softwarepaket?

93 Läuft das Programm nur für sich allein oder auch im Mehrprogrammbetrieb, wobei zu unterscheiden ist nach einer festen und variablen Anzahl von gleichzeitig ablaufenden Programmen?

94 Ist der Arbeitsmodus Stapel- oder Dialogzeitverarbeitung oder beides?

95 Ist das Softwarepaket in verschiedenen Ausbaustufen lieferbar?

96 Wenn ja, mit welchen Funktionen?

97 Kann innerhalb des Softwarepakets mit der einfacheren Teillösung begonnen werden?

98 Woraus besteht die Minimalkonfiguration des Softwarepakets?

99 Läuft jede Ausbaustufe "standalone"; sind zusätzliche Schnittstellen erforderlich, um sie zu verbinden?

100 Sind andere Programme Voraussetzung?

101 In welcher Form wird die Software geliefert Source-Code, Object-Code?

102 Können zusätzliche, selbst programmierte Routinen eingebaut werden?

103 Unter welchen Bedingungen sind dem Kunden selbständige Anpassungen erlaubt?

104 Wie hoch wäre der Trainingsaufwand für DV- Spezialisten, um kleinere Programmänderungen selbständig durchführen zu können?

105 In welchen Programmiersprachen wurde die Software erstellt?

106 Ist die Software in Subroutinen-Technik geschrieben?

107 Aus wieviel Programmen/Modulen besteht das Softwarepaket?

108 Ist eine Abfragesprache (zum Beispiel DL/1) für das Softwarepaket vorgesehen; wenn ja, welche?

109 Kann der Programmablauf durch Eingabe von neuen Parametern beeinflußt werden?

Datenmanagement

110 Welche Daten müssen erfaßt werden und wie häufig?

111 Werden für die Eingabe Eingabeformulare verwendet?

112 Welche ist die Eingabesprache (Deutsch, Englisch etc.)?

113 Ist die Beherrschung einer Programmiersprache für die Eingabe notwendig?

114 Gibt es für sich wiederholende Datenfelder Vorbelegungen?

115 Wie können die Daten eingegeben werden - online, interaktiv, Bildschirmmaske, unformatiert, batch-formatiert?

116 Werden innerhalb der Bearbeitung Kommentare beziehungsweise Erläuterungen zu der gerade bearbeiteten Bildschirmmaske gezeigt?

117 Sind diese Kommentare, Erläuterungen in mehreren Stufen vom Kurzhinweis bis zur ausführlichen Information abrufbar?

118 Wird eine Datenbankorganisation vorausgesetzt?

119 Wenn ja, Name der verwendeten Datenbank-Software und Art der Datenbank (relational, hierarchisch)?

120 Welche Dateiorganisationen mit welchen variablen/fixen Satzlängen liegen vor (zum Beispiel VSAM)?

121 Welche Maximalgrenzen sind vom System zulässig für die Anzahl der Netze beziehungsweise Teilnetze, Vorgänge pro Netzplan, Einsatzmittel je Vorgang, Einsatzmittel gesamt, Vorgangsverknüpfungen, Sätze pro Datenbestand und maximale Anzahl Benutzer/Terminals am System?

122 Welche Feldlängenbegrenzungen beziehungsweise frei definierbare Feldlängen sind vom System vorgegeben für die Schlüsselfelder Netz-Code, Teilnetz-Code, Vorgangs-Nummer, Subkontraktor-Schlüssel, Einsatzmittel-Schlüssel, Kostenarten-Schlüssel?

123 Welche Feldlängenbegrenzungen beziehungsweise frei definierbare Feldlängen sind vom System vorgegeben für die Bezeichnungen der Schlüsselgrößen und für die Wertefelder Termine, Kapazitäten und Kosten?

124 Wie werden falsche Eingaben korrigiert, und wie arbeitsaufwendig ist die Korrektur?

125 Können neben den vorhandenen auch Plausibilitätsprüfungen frei definiert werden?

126 Wird ein Fehlerprotokoll erstellt?

127 Ist parallel Batch- und Online-Verarbeitung möglich?

128 Sind User-Exits in dem Softwarepaket vorhanden?

129 Welche Programmiersprache ist für "Exit"-Module anwendbar?

130 Ist eine Anpassung des Softwarepakets möglich über Makros und/oder Tabellen?

131 Welche Maßnahmen sind in dem Softwarepaket realisiert, die die Weiterbearbeitung und Wiederherstellung von Datenbeständen nach einem "abnormal end" gewährleisten?

132 Besteht die Möglichkeit, mit Hilfe parametrischer Eingaben externe Dateien/Datenbanken zu lesen, zu speichern und zu verarbeiten, beziehungsweise aus dem System Daten an externe Dateien weiterzugeben (zum Beispiel Zugriff auf IMS-Datenbank, ASCII-Dateien)?

133 Besteht die Möglichkeit, im System definierte Datenbestände und -strukturen aufgrund neuer Gegebenheiten zu adaptieren (Hinzufügen von Feldern, Verknüpfen von Datenfeldern/Dateien), durch Anwenden einer im System implementierten Befehlssprache oder ähnlichem?

134 Ist das Kopieren sowie das parametergesteuerte Ändern von Datenbeständen möglich?

135 Sind alle Datenbestände und alle Funktionen prinzipiell im Dialog verarbeitbar? Wenn nein, welche wesentlichen Funktionen/Dateien nicht?

136 Gibt es daneben auch die Möglichkeit, insbesondere bei Massendatenverarbeitung Batch-Routinen zu verwenden?

137 Ist ein Direktabfragesystem mit Konditionen und/oder Aus wahlmustern (logische und/oder - Verknüpfungen) enthalten, damit Teilmengen aus Projektdatenbeständen gezielt selektiert beziehungsweise ausgewertet werden können?

138 Sind Massenänderungen von Datenbeständen möglich?

139 Sind prozentuale Änderungen von numerischen Feldern möglich?

140 Können mehrere Benutzer auf einen Datenbestand gleichzeitig zugreifen und dort lesen beziehungsweise ändern?

141 Können projektübergreifende Daten wie Organistions- und Katalogdaten im System geführt werden wie zum Beispiel Stunden-Sätze, Kostenstellenplan etc.?

142 Ist die Möglichkeit von Datentransfer von/zu unterstützender Personal-Software, zum Beispiel Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Geschäftsgrafik, Statistikauswertungen, vorgesehen?

143 Kann die im Softwarepaket vorhandene Datenbank dafür verwendet beziehungsweise mitbenutzt werden?

144 Können die angebotenen Bausteine der Personal- Software unter einer gleichen Benutzeroberfläche aufgerufen und bearbeitet werden, zum Beispiel gleichartiger Menü-Aufbau, gemeinsamer Befehlsvorrat, einmalige Anmeldung?

Bedienungskomfort

145 In welcher Form ist die Bedienerführung für die angebotene Software realisiert - Menütechnik, Menütechnik mit "Expert Mode", Dialog, transaktionsgesteuert, Help-Funktionen?

146 In welcher Sprache sind Menüs und Bedienerführung - Deutsch, Englisch, andere, wahlfrei, vordefiniert, vom Benutzer selbst zu erstellen beziehungsweise modifizierbar?

147 Kann der Benutzer eigene Bildschirmmasken ohne großen Aufwand bedarfsorientiert selbst erstellen?

148 Ist das Datenbank-Konzept vom Benutzer erweiterungsfähig, damit neue Anforderungen, die gerade im Projektmanagement häufig vorkommen, unter minimalem Aufwand realisiert werden können?

149 Liegt für das Softwarepaket eine ausreichende Dokumentation (Programmbeschreibung) vor, die von den Mitarbeitern der Anwenderfirma verstanden werden kann?

150 Welche Unterlagen werden mit der angebotenen Software mitgeliefert - Systemdokumentation, Benutzerhandbuch, Rechenzentrumsdokumentation und andere?

151 In welcher Sprache ist die Dokumentation verfaßt - Deutsch, Englisch, andere?

152 Besteht die Möglichkeit, Teachware-Pakete zu integrieren, um das Erlernen der Systembenutzung anhand von Fallbeispielen zu unterstützen?

Beschaffungsmodalitäten

Die folgenden Fragen zum Leistungsprofil der Beschaffungsmodalitäten des PMS-Softwarepakets können als Beurteilungskriterien für die Auswahl von Anwendungs-Softwarepaketen generell gelten.

153 Sind für die vorgesehenen Umstellungsarbeiten in ausreichendem Umfang qualifizierte Mitarbeiter vorhanden, welche die notwendigen DV-Kenntnisse, Organisationserfahrungen, eine ausreichende Kenntnis des Betriebes und einen ausreichenden Einblick in die PMS-Software besitzen?

154 Wie sieht die Unterstützung der Softwarefirma bei der Installation aus? Mit Beratern/Instruktoren für die Dauer von maximal Tagen ohne zusätzliche Kosten? Mit Beratern/Instruktoren bei Mithilfe gegen Entgelt zum Stunden-/Tagessatz von Mark für die Dauer von ... Tagen?

155 Wie sieht die Unterstützung der Softwarefirma während des Betriebes aus? Regelmäßig in Abständen von ... Wochen zu Stunden-/Tagessätzen von ... Mark? Nur auf Anforderung zu Stunden- Tagessätzen von ... Mark?

156 Welche Erfahrungen liegen von anderen Anwendern über die Qualität der Systemberater vor? Wie lange dauert es, bis qualifizierte Mitarbeiter der Softwarefirma verfügbar sind?

157 Existiert ein Schulungsplan, der eine gründliche Ausbildung der für die Aufgaben vorgesehenen Mitarbeiter vorsieht?

158 Wie lange ist die notwendige Schulungsdauer in Tagen ...? Maximale Gruppengröße: ... Personen? Tagessatz für Instruktor ... Mark?

159 Welches Trainingsmaterial ist vorhanden - Unterlagen zum Selbststudium, Teachware, Trainingsprojekte?

160 In welchem Umfang finden Seminare des Softwareherstellers statt? Wäre es aus Kostengründen zweckmäßiger, ein Seminar der eigenen Firma abzuhalten?

Qualität der Anbieter

161 Seit wann ist das Softwarepaket verfügbar?

162 Wann wurde das neueste Release veröffentlicht?

163 Welche Version des Programms ist jetzt aktuell?

164 Wer hat das Programm entwickelt - einzelne Person, Institute, Firma?

165 Mit welcher Entwicklungskapazität (Anzahl Mitarbeiter) wird an dem Produkt gearbeitet?

166 Wie hoch ist die Anzahl der Release-Wechsel im Jahr?

167 Wie hoch ist die Anzahl der Benutzer (weltweit, Europa, BRD)?

168 Welcher Branche gehören die Benutzer an?

169 Wie weit entfernt ist der nächste Benutzer?

170 Existiert ein Benutzerforum, in dem die Benutzer Fehler des Softwarepakets diskutieren und Änderungswünsche vortragen können? Wenn ja, welches?

171 Seit wann läuft die erste Installation?

172 Wie viele Mitarbeiter (Festangestellte, freie Mitarbeiter) hat die Softwarefirma zur Zeit?

173 Wie ist sichergestellt, daß der Benutzer über Programmänderungen laufend unterrichtet wird?

174 Besteht Garantie, daß Änderungen des Softwarepakets abgestimmt sind mit "Hardware"- Änderungen und Modifikationen der allgemeinen "Software"?

Kosten und Aufwendungen

175 Beratungs- und Einarbeitungsaufwand, um die Software beurteilen zu können?

176 Miete für die Testinstallation mit Angabe der Probezeit? Gibt es vorbereitete Testdaten?

177 Kaufpreis für Einmal- oder Mehrfach- Programmnutzung (Rabatte)?

178 Aufwand für Installations- und Implementierungsarbeiten?

179 Aufwand für allgemeine Projektmanagement-Schulung (zum Beispiel Teachware)?

180 Aufwand für Nutzerschulung zum Software-Handling?

181 Laufende Maschinenkosten (Hardware, Peripherie) in Form von Abschreibungen oder Miete oder Wartung?

182 Software-Miete (Höhe, Bindungsdauer)?

183 Materialkosten (Papier etc.)?

184 Personalkosten (Standard-Wartungskosten Systemexperten)?

185 Aufwand für periodische Fortbildung der Benutzer?

Nutzenfaktoren

187 Einsparung der Miete für bisherige Mainframe-Software?

188 Vermeiden von Konventionalstrafen oder Opportunitätskosten bei Projekt- Terminüberschreitungen?

189 Budgeteinsparungen realer Projekte?

190 Mehr Chancen für Aufträge bei Angebotsabgabe?

191 Lernende Organisation (dokumentierte Projekte/Standard-Netzpläne)?

192 Qualifizierung des Personals in analytischer, ergebnisorientierter Projektarbeitsweise?

193 Kommunikation zwischen Abteilungen erleichtern?