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07.03.1997 - 

Hersteller implementieren eigene Funktionen

Proprietäre Erweiterungen werten den RMON-2-Standard auf

Das Dilemma, in dem sich IS-Manager befinden, beschreibt Darrell Epps, Communications Engineer bei der Chevron Information Technology Co. in San Ramon, Kalifornien, folgendermaßen: "Der Standard Remote Monitoring (RMON) liefert hilfreiche Informationen, die wirklich wertvollen Daten stellen allerdings die Erweiterungen zur Verfügung."

Die zweite Version des Standards steht demnächst zur Verabschiedung an, und bereits jetzt gibt es einige kompatible Lösungen. Die Monitoring-Software RMON 2 wird in der Lage sein, Informationen von jedem Netzwerkelement unabhängig vom Hersteller weiterzuverarbeiten.

Das wirklich Neue an der Spezifikation ist jedoch, daß sich Ende-zu-Ende-Kontrollen von Applikationen vornehmen lassen. RMON 2 ist für das Monitoring bis in OSI-Ebene 7 ausgelegt. Mit der bislang verwendeten Version war es dagegen nur möglich, Pakete und Verkehr in Netzsegmenten aufzunehmen. "Zum ersten Mal können wir über die pure Bandbreitennutzung hinaus kontrollieren und sehen, was Clients in welchen Gebäuden unternehmen", freut sich etwa Joe Askins, Director Data Communications an der Arizona State University in Tempe.

Für viele IS-Manager ist die Offenheit ein unverrückbares Dogma. Kaufentscheidungen werden häufig nach Kriterien der Kompatibilität zu Standards getroffen. Die damit verbundene Unabhängigkeit von möglichen Strategieänderungen der Hersteller bezahlen die Anwender allerdings mit dem Verzicht auf Funktionen, die das Management und die Kontrolle der Umgebungen erleichtern können.

RMON ist kleinster gemeinsamer Nenner

Obwohl die meisten Hersteller sich bei der Produktentwicklung der vergangenen zwei Jahre am aktuellen RMON-Standard orientiert haben, ist ein Wettbewerbs-Feuerwerk um die Zusatz-Tools entbrannt. Der Markt bietet etwa Möglichkeiten an, mit denen sich auch andere als die definierten Ethernet- und Token-Ring-Umgebungen analysieren lassen. So hofft Askins, daß 3Com RMON-2 auch für FDDI-Hubs anbieten wird.

"RMON ist lediglich der kleinste gemeinsame Nenner", beschreibt Chevron-Manager Epps die Situation. Lösungen von Bay Networks und Frontier sind schon in der Mache und warten darauf, in den Markt entlassen zu werden. Und für alle Produkte werden Unternehmen wie Concord Communications oder International Network Services (INS) Analyse-Möglichkeiten anbieten, um Lücken zu füllen, die der Standard hinterlassen hat.

Ein prominenter Vertreter der doppelten Strategie ist Hewlett-Packard. Neuentwicklungen bei HP entsprechen dem RMON-2-Standard, im Portfolio sind aber auch eigene erweiternde Funktionen eingeplant. So schafft das Unternehmen mit seinen Produkten die Möglichkeit, Protokolldaten zu speichern und bei Punkt-zu-Punkt-Konversation zu messen - zwei Features, die RMON 2 nicht vorsieht. Zur Zeit kann nur HPs "Netmetrix"-Konsole die Informationen zur Analyse nutzen.