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05.06.2008

ProSiebenSat.1 kündigt kontinuierlich hohe Ausschüttungsquote an

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die ProSiebenSat.1 Media AG hat für die Zukunft eine "kontinuierliche" Dividendenpolitik mit einer hohen Ausschüttungsquote angekündigt. Diese werde auch künftig bei 80% bis 90% des Nettogewinns pro Jahr liegen, sagte der Vorstandsvorsitzende Guillaume de Posch, am Donnerstag in München.

MÜNCHEN (Dow Jones)--Die ProSiebenSat.1 Media AG hat für die Zukunft eine "kontinuierliche" Dividendenpolitik mit einer hohen Ausschüttungsquote angekündigt. Diese werde auch künftig bei 80% bis 90% des Nettogewinns pro Jahr liegen, sagte der Vorstandsvorsitzende Guillaume de Posch, am Donnerstag in München.

Die Liquiditätssituation bei ProSiebenSat.1 sei gut genug, um eine hohe Ausschüttung und zugleich Investitionen in das Geschäft vornehmen zu können, so der Aufsichtsratsvorsitzende des MDAX-Unternehmens und Permira-Partner, Götz Mäuser.

Für das laufende Geschäftsjahr hatte das Unternehmen zuvor eine deutliche Anhebung der Dividenden angekündigt. Demnach will die Sendergruppe 1,25 EUR je Vorzugsaktie und 1,23 EUR je Stammaktie zahlen. Für das Jahr 2006 hatte ProSiebenSat.1 noch 0,89 EUR je Vorzugsaktie und 0,87 EUR je Stammaktie gezahlt.

Die Private-Equity-Firmen Permira und KKR halten 62,7% des Grundkapitals und 100% der Stammaktien sowie 25,3% der Vorzugsaktien. 74,7% der Vorzugsaktien befinden sich im Streubesitz.

Die Finanzierung von größeren Akquisitionen steht für das Unternehmen derzeit offenbar nicht auf der Agenda. In den kommenden zwölf Monaten liege der Fokus klar auf der Integration von SBS, sagte der Vorstandsvorsitzende de Posch. Hier müssten noch die "Hausaufgaben" erledigt werden.

Dennoch seien auch größere Akquisitionen vorstellbar. Hier habe das Unternehmen vor allem Osteuropa im Blick, da dieser Markt nach wie vor "große Wachstumschancen" biete. Dabei könnte ein solcher Zukauf entweder über eine Kapitalerhöhung oder die Hereinnahme eines Unternehmens in die Kapitalstruktur erfolgen, führte Mäuser aus.

Generell sei Mäuser aber zufrieden mit der strategischen Aufstellung von ProSiebenSat1. Er bekräftigte frühere Aussagen, nach denen der Sender Sat.1 nicht zum Verkauf stehe und auch künftig nicht stehen werde. Der Premiere-Vorstandsvorsitzende Michael Börnicke hatte zunächst grundsätzliches Interesse an einem Kauf von Sat.1 bekundet. Ende Mai hatte er aber im Interview mit Dow Jones Newswires gesagt, dass der Pay-TV-Sender derzeit nicht an Sat.1 interessiert sei, da sich Premiere erstmal um seine eigenen Angelegenheiten kümmern müsse.

Webseite: http://www.prosiebensat.1.com - Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com DJG/abe/nas

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