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06.11.2008

ProSiebenSat.1 leidet auch im 3Q unter deutschem Free-TV-Geschäft

UNTERFÖHRING (Dow Jones)--Die ProSiebenSat.1 Media AG hat im dritten Quartal aufgrund von anhaltenden Problemen im deutschen TV-Werbemarkt einen Rückgang bei Umsatz und operativem Ergebnis verzeichnet. Bei einem Umsatzrückgang um 3,3% auf 646,5 Mio EUR sank das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA (Recurring EBITDA) um 17,4% auf 103,1 Mio EUR, teilte das in Unterföhring ansässige MDAX-Unternehmen am Donnerstag mit.

UNTERFÖHRING (Dow Jones)--Die ProSiebenSat.1 Media AG hat im dritten Quartal aufgrund von anhaltenden Problemen im deutschen TV-Werbemarkt einen Rückgang bei Umsatz und operativem Ergebnis verzeichnet. Bei einem Umsatzrückgang um 3,3% auf 646,5 Mio EUR sank das um Einmaleffekte bereinigte EBITDA (Recurring EBITDA) um 17,4% auf 103,1 Mio EUR, teilte das in Unterföhring ansässige MDAX-Unternehmen am Donnerstag mit.

Der Quartalsumsatz lag im Rahmen der Konsensprognose, während der Konzernfehlbetrag mit minus 10,7 Mio EUR höher als erwartet ausfiel. Die von Dow Jones Newswires befragten Analysten hatten im Mittel mit minus 9 Mio EUR gerechnet. Im Vorjahr hatte ProSiebenSat1 einen Verlust von 77,9 Mio EUR ausgewiesen, dabei aber auch eine Kartellstrafe über 120 Mio EUR als einmalige Belastung verbucht.

ProSiebenSat.1 wiederholte in dem Quartalszahlenausweis die Ende September gesenkte Ergebnisprognose nicht. Die Mediengruppe hatte Ende September erklärt, für 2008 mit einem Recurring EBITDA zwischen 670 Mio und 700 Mio EUR zu rechnen, nachdem zuvor das Erreichen des pro-forma-Vorjahreswertes von rund 780 Mio EUR angestrebt worden war. Auch das Umsatzziel von 3,3 Mrd EUR werde nun wahrscheinlich nicht erreicht, hieß es damals. Auch dazu äußerte sich der Medienkonzern bei der Drittquartalsvorlage nicht mehr.

Das Unternehmen gab allerdings einen eher düsteren Ausblick auf die Perspektiven seines Marktumfelds. "Die Schwierigkeiten bei der Einführung des Werbezeiten-Verkaufsmodells in Deutschland werden sich auch auf das vierte Quartal auswirken, zumal die Aussichten für den deutschen Werbemarkt deutlich schlechter geworden sind", so ProSiebenSat.1.

Die Umsatzentwicklung im deutschen TV-Werbemarkt hatte die Entwicklung bereits im ersten Halbjahr belastet und wird vor allem von Auswirkungen der Einführung eines neuen Werbezeiten-Verkaufsmodells Ende 2007 negativ beeinflusst. ProSiebenSat.1 hatte das neue Verkaufsmodell, das im Mai überarbeitet wurde, eingeführt, nachdem das Bundeskartellamt das vorherige Modell beanstandet hatte.

Auf internationaler Ebene sei derzeit nicht absehbar, in welchem Ausmaß die Finanzmarkt-Krise die Werbebranche beeinträchtige. "Bei regional unterschiedlicher Auswirkung dürften die nachteilig wirkenden Faktoren jedoch überwiegen", so ProSiebenSat.1. In den vergangenen Quartalen hatte das internationale Geschäft des Unternehmens wiederholt die Schwächen auf dem deutschsprachigen TV-Markt abgefedert.

Die ProSiebenSat.1 Group werde die geänderten Rahmenbedingungen im Budgetplan für 2009 berücksichtigen und "der schwierigen Marktsituation mit klaren Maßnahmen begegnen". Dabei sollen "zusätzliche Einsparungspotenziale" identifiziert werden.

"Wir werden die Rentabilität und Effizienz aller Abläufe in unserem Portfolio überprüfen und uns auf die 'Must-Haves' konzentrieren, das bedeutet auf die für unser Unternehmen in diesem ungünstigen Marktumfeld wirklich wesentlichen Aktivitäten", wird der Vorstandsvorsitzende Guillaume de Posch zitiert. Konkrete Angaben dazu machte das Unternehmen zunächst nicht.

Webseite: http://www.prosiebenssat1.de - Von Alexander Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)89 5521 40 30 industry.de@dowjones.com (Philipp Grontzki in Frankfurt hat zu diesem Artikel beigetragen) DJG/abe/brb

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