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18.06.1999 - 

Java-Middleware aus Deutschland

Prosyst präsentiert eigenen Jini-Server auf der Java One

KÖLN (CW) - Als einer der ersten Hersteller von Java-Middleware hat die Kölner Prosyst Software GmbH (www.prosyst.com) eine Jini-Lizenz von Sun Microsystems erhalten. Auf der Java-One-Messe in San Franzisko stellt das Unternehmen seinen Jini-Server vor.

Mehr als 30 High-Tech-Unternehmen, darunter Bosch-Siemens Hausgeräte, Ericsson, IBM, Motorola, Nokia, Philips, 3Com, Toshiba und Xerox, haben bereits ihre Bereitschaft bekundet, Jini als Standard zur Vernetzung aller Arten von Endgeräten zu unterstützen. Die Jini-Software soll Laien in die Lage versetzen, künftig Embedded-Systeme einfach miteinander zu vernetzen. Einen Jini-Server, der diese Geräte steuert und konfiguriert, hat Prosyst Software jetzt präsentiert.

Nach Angaben des Unternehmens entspricht der "Request Embedded Server" Suns Jini-Spezifikationen und offeriert entsprechende kompatible Services im Netz. Dabei hat Prosyst seinen Server als multifunktionales Transaktionssystem für Embedded-Systeme wie beispielsweise Haushaltsgeräte und für E-Commerce-Anwendungen konzipiert.

Die Architektur sieht neben dem Kernel zahlreiche voneinander unabhängige Services zur Auswahl vor. Dazu gehören die Abfragedienste für RMI, Corba, DCOM und TCP/IP. Die Server-Services wiederum enthalten den Jini Container Service, den SNMP Service und die Message Services (Message Queue Service, Message Cluster Service und Publish Service) sowie die sogenannten I-Net-Dienste wie HTTP/S, Mail/S, FTP, NNTP und Proxy. Zu den Application Services hat Prosyst folgende Dienste zusammengeschnürt: den FTP Client Service, die Mail Client Services (Imap 4, Pop 3, Mime, SMTP) sowie Dienste für Concurrency Control, Time, Event, Crypt und Connection-Pooling. Laut Herstellerangaben erfüllt die Plattform zudem hohe Sicherheitsanforderungen durch die Unterstützung von SSL, DES und RSA.

Das beschriebene Konzept zieht sich wie ein roter Faden durch die Middleware-Familie von Prosyst, zu der unter anderem der Applikations-Server "Enterprise-Beans-Server" gehört. Das Unternehmen hat sechs Servicegruppen definiert, die je nach Einsatzgebiet an die spezifischen Gegebenheiten angepaßt werden.

Um die Programmierung der Dienste zu vereinfachen, kündigt Prosyst auf der Java One eine service- und komponentenbasierte Entwicklungsoberfläche namens "ADK/J" (Application Development Kit for Java) an. Mit diesem Werkzeug können künftig, auch im Team, komplette Web-, Jini- und Business-Applikationen entwickelt, kompiliert, getestet und auf dem Server beziehungsweise im Cluster installiert werden. Überzeugt vom Erfolg seines Middleware-Konzepts auf Java-Basis, bereitet sich das Unternehmen auf den Sprung über den großen Teich vor. In den USA will der Hersteller, der erst 1997 gegründet wurde, eine Niederlassung aufbauen.