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21.03.1975 - 

USA versus IBM:

Prozeßbeginn 19. Mai

NEW YORK - Federal Judge David N. Edelstein, am US District Court for the Southern District of New York für den Wirtschaftsprozeß des Jahrhunderts "USA versus IBM" zuständig, verlor die Geduld. Die vor sechs Jahren seitens der Regierung erhobene Anklage sollte nach zahlreichen Verschiebungen im Oktober letzten Jahres zur Verhandlung kommen. Einen zweiten Aufschub gab es im Februar, - bekanntlich gelang es der Regierung nicht, alle Kopierarbeiten für die Prozeßvorbereitung rechtzeitig durchzuführen, weil kaum einer noch durch die Akten des Mammut-Prozesses durchfindet.

Einer Elitte des Regierungs-Anklägers Raymond M. Carlson, den Prozeß erneut auf den 1. September 75 zu verschieben. widersetzte sich der Bundesrichter, indem er gua Amt den endgültigen Prozeßbeginn auf den 19. Mai festsetzte. Edelstein: "Wir werden beweisen, daß man auch Prozesse dieser Größenordnung führen kann."

Der Richter kritisierte in deutlichen Worten das US-Justizministerium: "IBM hat für diesen Prozeß die erforderliche Manpower bereitgestellt, warum nicht auch das Department of Justice?" Die Juristen des Hauses sollten mehr fordern und nicht bitten: "It is time, the government was put under the gun."

Riesen-Schaden?

Zur weiteren Begründung seiner Zwangs-Terminfestsetzung führte Edelstein aus: "Wenn die Regierungsklage zu Recht bestünde, und IBM tatsächlich ihre Marktposition zu wettbewerbsschädigendem Verhalten mißbrauche, dann kann jeder Tag weiterer Verzögerung nicht wiedergutzumachenden Schaden bringen."

Daraufhin erwiderte IBM-Chef-Jurist Thomas D. Barr, die Terminschwierigkeiten der Anti-Trust-Juristen beruhten allein darauf, daß die Regierung zu dem Prozeß keine haltbaren Anklagepunkte habe.

Der Prozeß - die Verzögerung wurde öffentlich stark kritisiert - soll nun endgültig im Mai beginnen. Für Juli und August wurden bereits Gerichtsferien festgesetzt.