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09.06.1978 - 

Wasserwerk HalleWestfalen:

Prozeßrechner steuert Filterstraße

HALLE (sf) - In der abschließenden Testphase befindet sich derzeit die vollautomatische, prozeßrechnergesteuerte Filterstraße des Wasserwerkes in Halle/Westfalen. Das Pilotprojekt wurde gemeinsam von den Firmen Partec (Aachen) und Hartlage (Osnabrück) realisiert.

"Früher haben wir noch mit Handschiebern gearbeitet", berichtet Wasserwerksmeister Helmut Stighorst, da mußte eine Person jeden zweiten Tag mindestens sechs Stunden spülen." Diese zeitaufwendige Tätigkeit ist heute nicht mehr erforderlich: Als sich die Haller Stadt-Oberen 1977 für eine Erhöhung der Filterkapazität von 2400 auf 4800 m E-3 pro 10-Stunden-Tag entschieden, gaben sie gleichzeitig das Startsignal für eine Automatisierung ihres Wasserwerkes. Das von Partec und Hartlage hierzu entwickelte System "Hycon" (Hybrid Control) ermöglicht bereits jetzt einen halbautomatischen Betrieb der Filterstraße. "Die vollautomatische Steuerung wird in zwei bis drei Wochen laufen", hofft Partec-Projektleiter Uwe Pohl. Und Stighorst ergänzt: "Wegen des billigeren Stromtarifes lassen wir die Anlagen dann hauptsächlich nachts laufen."

Hauptkomponente des Hybrid-Control-Systems ist ein 16 Bit-Prozeßrechner (PCU = Process Control Unit) der Firma PCS, München. Daran ist eine programmierbare Steuerung des Typs PLC-256 der Firma Kuhnke (Malente) angeschlossen. Sie hat die Aufgabe, den Ablauf des Rückspülvorganges für jeden Filter der Anlage zu steuern. Außerdem übernimmt die programmierbare Einheit das "Einfahren" der Filterzustände "Betrieb" und "Unterbrechung" .

"Sollte die Elektronik mal ausfallen, ist immer noch ein normaler Handbetrieb möglich", zerstreut Wasserwerksmeister Stighorst mögliche Zweifel an der Zuverlässigkeit des Haller Konzeptes.