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18.03.1988 - 

Chips250 sind kompatibel mit Mikrokanalrechnern:

PS/2-Clone als Prototyp vorgestellt

SAN JOSE (IDG)--Das US-Unternehmen Chips and Technology Inc. hat eine erste Funktionsübericht eines PS/2-Clone vorgestellt. Grundlage dafür ist ein von dem Unternehmen entwickelter Satz von Chips, der mit IBMs Mikrokanalrechnern kompatibel ist. Third-Party-Herstellern ist es damit möglich, IBMs PS/2Rechner nachzubauen. Über rechtliche Schritte von Big Blue, vor denen die Branche in der Vergangenheit gezittert hat, ist bisher nichts bekannt.

Nach Angaben eines Firmensprechers von Chips and Technology werden die ersten Exemplare der Halbleitersätze mit der Bezeichnung Chip /250 an 50 bis 100 Unternehmen als Basis für einen Rechner mit Mikrokanal-Architektur ausgeliefert. Bis zum zweiten Quartal dieses Jahres rechnet das Unternehmen mit den ersten PS/2-Nachbauten auf dem Markt. Die Massenproduktion der Chipsätze soll im Juli dieses Jahres anlaufen. Die Tandy Corporation hat nach eigenen Angaben ein PS/2-kompatibles Platinen-Layout entwikkelt und erwartet die 250er Chips bereits Ende dieses Monats.

Nach Angaben von Chips and Technology werden die mit diesem Satz ausgestatteten Clones um einiges schneller sein als die Vorbildrechner der Serie /50 und /60 des Marktführers. In einem Test mit Programmen unter MS-DOS hatte der Prototyp angeblich einen um 50 Prozent hoheren Durchsatz als die mit zehn Megahertz getakteten Originale und lieferte schnellere Antwortzeiten. Bevor jedoch eine endgültige Version der 250er Chips auf den Markt kommt, soll diese Frequenz noch auf 20 Megahertz verdoppelt werden. Bis jetzt wurden auf dem PS/ 2-Clone MS-DOS-Programme, Addin-Boards, das Above-Board von Intel und der Festplatten-Controller ST506 von IBM getestet. In Kürze soll der wichtigste Test mit dem Multitasking-Betriebssystem OS/2 stattfinden.

In der Vergangenheit hatte das Unternehmen versucht, mit IBM über eine Lizenzvereinbarung zu verhandeln, stieß bei Big Blue mit diesem Anliegen jedoch auf Granit. Chips and Technology, bereit, jede Lizenzgebühr zu bezahlen, wartet jetzt auf die Rechnung von IBM.