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11.09.1998 - 

Nach dem Börsengang

PSI AG stellt Ampel für Expansionsstrategie auf Grün

Rund 90 Millionen Mark nach Abzug aller Kosten für den Börsengang brachte dem PSI-Chef zufolge das Going Public in die Kasse des Unternehmens. Insgesamt waren am Montag vergangener Woche 2169500 nennwertlose Inhaber-Stammaktien zu einem Preis von 46,50 Mark am Neuen Markt plaziert worden. Rund 50 Prozent des Plazierungsvolumens wurden deutschen Privatanlegern zugeteilt; inländische institutionelle Investoren sowie deren Pendants in der Schweiz, Großbritannien und Frankreich, erhielten je 25 Prozent. Insgesamt hätte man, so Jaeschke gegenüber der COMPUTERWOCHE, für 3,5 Milliarden Mark Aktien im Markt plazieren können - ein "für einen Mittelständler wie die PSI AG kaum mehr nachvollziehbares Interesse".

Kurs der Aktie stieg in der ersten Woche kaum

Auch aus diesem Grund ist der PSI-Chef froh, daß der ursprünglich für Juni vorgesehene Börsengang aufgrund juristischer Formfragen um einige Wochen verschoben werden mußte und nun aufgrund der Rußland-Krise "mitten in die Baisse an den Aktienmärkten platzte". Jaeschke: "Das verschont uns davor, jegliche Bodenhaftung zu verlieren und gegebenenfalls zu hochgeschraubte Erwartungen unserer Kundschaft nicht zu erfüllen." Entsprechend moderat entwickelte sich auch der Kurs der PSI-Aktie, der nach dem Emissionspreis von 55 Mark am Ende der ersten Handelswoche bei 65 Mark rangierte.

Die Berliner wollen, wie bereits angekündigt, das frische Kapital vor allem in das weitere Wachstum investieren. Nutznießer ist dabei primär die vergangenes Jahr gegründete Tochter Psipenta GmbH, die die gleichnamige objektorientierte ERP-Standardsoftware (ERP= Enterprise Re- source Planing) vertreibt. Ziel sei dabei, so Jaeschke, eine "konsequenten Internationalisierung des Produktgeschäfts", das mittelfristig zum Kerngeschäft der PSI-Gruppe ausgebaut werden soll.

Im weiteren bestätigte der PSI-Chef die aktuellen wirtschaftlichen Eckdaten. Demnach dürfte der Konzernumsatz im Geschäftsjahr 1998 gegenüber dem Vorjahr um 26 Prozent auf 163 Millionen Mark steigen. Bei der ERP-Tochter Psipenta, die aufgrund besagter Investitionen momentan noch rote Zahlen schreibt, wird dabei mit einem Wachstum von 31 (1997) auf rund 55 Millionen Mark gerechnet. Das Projektgeschäft mit individuellen Kundenlösungen, bis dato noch gewichtigeres zweites Standbein der Berliner, soll um rund zehn Prozent auf 108 Millionen Mark zulegen.

Auf dieser Basis wird nach einem Fehlbetrag von zehn Millionen Mark in 1997 für das Fiskaljahr 1998 ein ausgeglichenes operatives Ergebnis angestrebt. Die Zahlen für das erste Halbjahr 1998 stützten, so Jaeschke, "diese optimistischen Erwartungen". Grundsätzlich soll es bei der Fokussierung von Psipenta auf mittelständische Fertigungsunternehmen mit internationaler Ausrichtung bleiben. Den ERP-Wachstumsmarkt vor Augen, geht Jaeschke von einem Anstieg des Konzernumsatzes innerhalb der kommenden fünf Jahre auf rund 600 Millionen Mark aus.