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06.03.2006

Psychiater fällt auf Nigeria-Connection herein - 1,3 Millionen Dollar futsch

Es sollen sogar Treffen stattgefunden haben.

Ein Psychiater in den USA ist auf einen Schwindel hereingefallen, der ihn und seine gesamte Familie teuer zu stehen kommt: Über einen Zeitraum von zehn Jahren hat der gutgläubige 89jährige Mann eventuell bis zu drei Millionen Dollar an Kriminelle überwiesen. Ihm war weisgemacht worden, eine enorme Summe sei in einer afrikanischen Bank deponiert. Um an das Geld heranzukommen, benötige man finanzielle Unterstützung. Dem Arzt war - wie bei derlei Betrügereien üblich - für seine Mithilfe eine stattliche Belohnung versprochen worden, die ihn offensichtlich so blendete, dass er alle Vorsicht vergaß.

Jetzt hat der Sohn des Psychiaters bei einem Bezirksgericht Klage eingereicht. Wie die "LA Times" berichtet, will er erreichen, dass seinem Vater die Verwaltung des acht Millionen Dollar umfassenden Treuhandfonds entzogen wird, der nach dem Tod der Mutter aus steuerlichen Gründen gegründet worden war.

Möglicherweise ging der Psychiater mehreren Betrügern auf den Leim. Nach Angaben des Sohnes antwortete der Vater erstmals 1995 auf eine derartige Mail. Ein Jahr später reiste er sogar nach Afrika, um den "General" und andere Nigerianer zu treffen. Kurz darauf soll er seinem Sohn dann gestanden haben, durch eine Internet-Betrügerei 300.000 Dollar verloren zu haben.

Mehrere Familienmitglieder sagten aus, er habe damals versprochen, nie wieder Geld in dubiose Internet-Angebote zu stecken. Bis 1999 sollen jedoch zusätzlich etwa 900.000 Dollar durch "schlechte Investments" verloren gegangen sein. Obwohl der Psychiater schließlich zugab, betrogen worden zu sein, habe er danach mehrmals klammheimlich Geld an Nigerianer überwiesen. Im Oktober 2005 will der Sohn seinen Vater darauf angesprochen haben, worauf dieser entgegnete, er sei kurz davor, 20 Millionen Dollar zu bekommen - was aber nicht passierte.

Um die genaue Summe zu verschleiern, die er verloren hat, soll der Psychiater Bankunterlagen vernichtet haben. Für den 14. März ist eine Anhörung angesetzt. (ave)

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