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26.11.2008

Qimonda bittet Bundesregierung um Hilfe - SZ

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der angeschlagene Chipkonzern Qimonda AG braucht einem Zeitungsbericht zufolge finanzielle Hilfen der Bundesregierung. Bei einem Treffen mit Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) habe die Infineon-Spitze um CEO Peter Bauer am Mittwoch in Berlin Rettungsmöglichkeiten für die Tochter ausgelotet, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ/Donnerstagausgabe).

MÜNCHEN (Dow Jones)--Der angeschlagene Chipkonzern Qimonda AG braucht einem Zeitungsbericht zufolge finanzielle Hilfen der Bundesregierung. Bei einem Treffen mit Wirtschaftsminister Michael Glos (CSU) habe die Infineon-Spitze um CEO Peter Bauer am Mittwoch in Berlin Rettungsmöglichkeiten für die Tochter ausgelotet, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" (SZ/Donnerstagausgabe).

CEO Bauer und Aufsichtsratsvorsitzender Max Dietrich Kley hätten angesichts der dramatischen Branchenlage für Hilfen für Qimonda und die gesamte deutsche Chipindustrie geworben.

Eine mögliche Insolvenz der Infineon-Speicherchiptochter würde in Deutschland mehrere Tausend Arbeitsplätze gefährden, so die SZ. In Sorge um den wichtigsten europäischen Chipstandort Dresden wolle die sächsische Landesregierung ein Aus von Qimonda offenbar auf jeden Fall verhindern. Sachsen prüfe, ob eine Teilverstaatlichung des Unternehmens in Frage komme, schreibt die Zeitung unter Berufung auf Konzernkreise.

Derzeit würde die Landesregierung neben der technischen Zukunftsfähigkeit des Unternehmens auch die finanzielle Lage unter die Lupe nehmen, um mögliche Hilfspakete auszuloten. Der Konzern könne im Rahmen einer Kapitalerhöhung neue Aktien ausgeben und diese an den Freistaat verkaufen. Ein Sprecher des Finanzministeriums wollte sich gegenüber der SZ zu den Details der Rettungsoptionen nicht äußern.

Infineon wollte sich am Mittwochabend auf Nachfrage von Dow Jones Newswires nicht zu den Informationen äußern. Eine Sprecherin des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) sagte, Bundeswirtschaftsminister Michael Glos führe derzeit Gespräche mit mehreren Unternehmen aller Branchen.

Der Freistaat Sachsen habe ein Beratergremiun beauftragt, um das Konzept von Qimonda zu prüfen, sagte Lea Mock, Sprecherin des Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit, zu Dow Jones Newswires. Von dem Ergebnis des Gremiums hänge es ab, welche Maßnahmen aus einem zur Verfügung stehenden Instrumentarium ausgewählt würden.

Webseite: http://www.sueddeutsche.de DJG/kla/jhe

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