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24.01.2003 - 

Breitbandiges DSL-Angebot für Geschäftskunden

QSC gibt bis auf 2,3 Mbit/s Gas

MÜNCHEN (hi) - Die Kölner QSC AG, einer der wenigen bundesweiten DSL-Anbieter mit eigener Infrastruktur, schaltet den Turbo zu. Für Geschäftskunden bietet das Unternehmen nun ein symmetrisches DSL an, das sowohl im Upload als auch im Download mit einer Bandbreite von 2,3 Mbit/s aufwartet.

Unter dem Motto "First Class-DSL zum Economy Tarif" bewirbt QSC sein neues DSL-Angebot für die Business-Kommunikation und verspricht der Telekom einen harten Kampf um die Geschäftskunden. Auf den ersten Blick erscheint der Tarif für "Q-DSLmax" auch unschlagbar: Für 99 Euro im Monat erhalten die Kunden eine symmetrische DSL-Anbindung, die in beiden Richtungen (Up- und Download) eine maximale Bandbreite von 2,3 Mbit/s offeriert. Allerdings ist bei diesem Preis, im Gegensatz zu populären DSL-Anschlüssen aus dem Consumer-Bereich, das Datenvolumen auf ein Gigabyte begrenzt.

Übertragen die Anwender mehr Daten, wird pro zusätzliche Megabyte ein Aufpreis zwischen 0,99 und 1,68 Cent abhängig vom Gesamtvolumen fällig. Damit das schnelle DSL für die Unternehmen nicht zum unkalkulierbaren finanziellen Risiko wird, berechnet der Kölner Carrier das Datenvolumen nur bis zu einer Gesamtmenge von 90 GB. Maximal zahlt ein Kunde somit 1089 Euro, wenn er die DSL-Verbindung intensiv nutzt. Diese Summe dürfte jedoch nur in sehr großen Unternehmen anfallen, QSC geht nämlich nach internen Berechnungen davon aus, dass ein Industriebetrieb mit 300 Mitarbeitern auf rund 20 GB Datenvolumen pro Monat kommt, während eine größere Steuer- oder Anwaltskanzlei mit lediglich zehn Mitarbeitern um die 900 MB verbraucht. Bernd Puschendorf, QSC-Vorstand für Vertrieb und Marketing, ist davon überzeugt, dass dieses Tarifmodell eine Alternative zu Standleitungen ist.

Im monatlichen Grundpreis von 99 Euro sind zudem drei Domains, ein eigener Web-Server, 50 MB Web-Space, bis zu 100 E-Mail-Adressen sowie eine statische IP-Adresse enthalten. Einmalig fällt je nach Vertragsdauer noch eine Einrichtungsgebühr von 99 beziehungsweise 399 Euro an.

Ein Gesamtpaket, das laut Puschendorf selbst die Telekom, die seiner Meinung nach "mit desaströsen Preisen den DSL-Markt ruiniert hat, nicht ohne weiteres unterbieten dürfte". Seinen Optimismus stützt der Vorstand auf die QSC-eigene Infrastruktur, die die über 40 deutschen Städte, in denen der Carrier aktiv ist, mit mindestens STM-1-Leitungen (155 Mbit/s) verbindet.

Allerdings verlässt sich QSC mittlerweile nicht nur auf den reinen Verkauf von Datenbandbreite, sondern will sich als Komplettanbieter im Markt positionieren. So ist der DSL-Anbieter seit der Übernahme von Ventelo Ende des Jahres 2002 nun auch als Sprach-Carrier aktiv. Dabei legt Puschendorf großen Wert darauf, den eigenen Sprachdienst "QSC-Voice", also Voice over DSL, nicht mit Voice over IP gleichzusetzen: "Wir liefern den Kunden an der Telefondose die vollständige ISDN-Funktionalität, so dass sie ihre bisherigen Endgeräte weiterverwenden können." Zusätzliche Mehrwertdienste etwa im Bereich Security oder VPN runden das Produktportfolio ab.