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13.02.1987 - 

Mikroelektronik fordert berufliche Weiterbildung

Qualifizierte Mitarbeiter sind Mangelware

13.02.1987

MÜNCHEN (CW) - Die Mikroelektronik gehört Immer mehr zum Alltag eines Unternehmens: Derzeit setzt von insgesamt 1500 befragten Firmen jede zweite diese Technik ein. Als Folge werden bei 88 Prozent der Betriebe Veränderungen im Personalbereich vorgenommen. Dies ist das Fazit einer Umfrage, die das VDI/VDE-Technologiezentrum Informationstechnik GmbH in Auftrag gab.

Bei der Diskussion über die Auswirkungen der Mikroelektronik auf die Arbeitswelt gewinnen die veränderten Qualifikationsanforderungen immer mehr an Bedeutung. Um der Frage nachzugehen, wie die erforderlichen "neuen Qualifikationen" aussehen und welche Berufsgruppen betroffen sind, finanzierte das Bundesministerium für Forschung und Technologie (BMFT) eine Untersuchung.

Unter dem Titel "Qualifikationsveränderungen im Zusammenhang mit der Anwendung von Mikroelektronik" wurde die Studie von einem Projektverbund, bestehend aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin, dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO), Stuttgart durchgeführt.

An der Umfrage beteiligten sich 1500 Unternehmen, die die Hauptanwender-Branchen der Mikroelektronik repräsentieren. Derzeit setzt rund jede zweite der befragten Firmen Mikroelektronik in den Produkten ein, weitere 12 Prozent sehen sich als potentielle Anwender. Fast 40 Prozent der Betriebe bezeichnen sich allerdings als entschiedene Nichtanwender. "Neueinsteiger" wird es, so ein weiteres Fazit der Studie, nicht mehr so häufig geben; dafür wird die Nutzung der Mikroelektronik noch zunehmen.

Im Personalbereich nehmen 88 Prozent der befragten Unternehmen derzeit Anpassungsmaßnahmen vor. Dabei überwiegen Qualifizierungsmaßnahmen (81 Prozent) vor Neueinstellungen (55 Prozent), Umbesetzungen (21 Prozent) und Entlassungen (7 Prozent). Ausbildungsmaßnahmen werden vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung durchgeführt, es folgen Fertigung, Service und Qualitätskontrolle.