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10.01.2003 - 

Ex-Microsoft-Manager setzt jetzt plötzlich auf Open Source

Quantum-Chef Belluzzo springt über seinen Schatten

MÜNCHEN (CW) - Speicherspezialist Quantum hat sich im September einen illustren neuen Chef gesucht: Rick Belluzzo war zuletzt bei Microsoft für das Tagesgeschäft zuständig. Nun kann er plötzlich der Open-Source-Software positive Seiten abgewinnen.

Gerade einmal vier Monate ist Belluzzo als CEO von Quantum im Amt, schon hat er sich an neue "Paradigmen" gewöhnt: "Kein System deckt unsere Anforderungen so gut ab wie Linux", sagte er gegenüber der CW-Schwesterpublikation "Computerworld". Die Aussage ist an sich nicht weltbewegend; interessant wird sie jedoch im Zusammenhang mit der Tatsache, dass Belluzzo vor seiner Zeit bei Quantum als Chief Operating Officer (COO) von Microsoft tätig war.

Zu dieser Zeit sei er indes noch kein Anhänger von Linux gewesen, berichtet Belluzzo: "Das war gar nicht möglich." Darüber hinaus gab er sich pragmatisch, nämlich als Verfechter aller Dinge, die es der Company erlaubten, ihre Ziele so effizient wie möglich zu erreichen: "Für Quantum ist das gegenwärtig eben Linux." Das Betriebssystem sei frei, modular und lasse sich an die jeweiligen Belange anpassen.

Linux sei für Microsoft die größte Herausforderung überhaupt - wenn auch nicht unbedingt auf dem Desktop, schränkte Belluzzo ein. Im Bereich unternehmenskritischer Anwendungen dürfe man das Betriebssystem jedoch nicht isoliert und ohne die Applikationen betrachten: Gegen eine einheitliche Windows-Umgebung trete die Open-Source-Software vereint mit Tools wie etwa "Websphere" von IBM an. "Hier hat Microsoft noch viel Arbeit vor sich, um Windows genauso stark und flexibel wie diese Kombination zu machen", sagte der Quantum-Chef.

Viel Arbeit findet Belluzzo aber auch im eigenen Haus vor. Quantum hat im zweiten Fiskalquartal (Ende: 29. September) nach US-GAAP einen Nettoverlust von 111 Millionen sowie einen Pro-forma-Verlust von elf Millionen Dollar ausgewiesen. Der Umsatz belief sich auf 204 Millionen Dollar, 78 Millionen Dollar weniger als im Vorjahreszeitraum. Belluzzo will die Company nun unter anderem durch Partnerschaften mit Anbietern von Storage-Management-Programmen in die Gewinnzone bringen. (ajf)