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Anhaltender Preisverfall kostet Arbeitsplätze

Quantum läutet die nächste Sanierungsrunde ein

05.12.2003
MÜNCHEN (CW) - Länger als erhofft zieht sich die Sanierung des Speicheranbieters Quantum hin. Mit einer neuen Unternehmensstruktur will CEO Rick Belluzzo die angeschlagene Company wieder in Schwung bringen.

Vergangene Woche hat Quantum die vor einem Monat angekündigte Umstrukturierung präzisiert, mit der das Unternehmen aus der Verlustzone kommen will. Demnach werden die Divisionen DLT Tapes (Medien und Drives) und die Storage Solutions Group (Systeme) in einer Abteilung zusammengefasst. Im Zuge der Reorganisation und um Doppelbesetzungen zu vermeiden fallen rund 110 Stellen, etwa fünf Prozent der Beschäftigten, fort. Für die kommenden Berichtszeiträume summieren sich die Sonderausgaben, die auch bereits frühere Veränderungen umfassen, auf zehn bis 15 Millionen Dollar. Der Großteil soll im aktuellen Quartal verbucht werden.

Grund für die neuerliche Umstrukturierung ist der anhaltende Preisverfall bei Speichermedien. Diesen konnte Quantum auch mit Umsatzsteigerungen an anderer Stelle nicht kompensieren. Für den laufenden dritten Geschäftsabschnitt, der Ende Dezember abgeschlossen wird, rechnet Firmenchef Belluzzo mit ähnlichen Einnahmen wie im Vorquartal. Damals waren 195 Millionen Dollar umgesetzt worden. Der Nettoverlust hatte sich Ende September auf 38 Millionen Dollar oder 22 Cent je Aktie belaufen, nun ist ein Minus von 14 bis 17 Cent angepeilt.

Die zusammengelegte Firma steht künftig auf drei Säulen: Laufwerke, Medien und Systeme. Zwei Vertriebsabteilungen bleiben übrig, wobei sich eine auf OEMs wie IBM und Hewlett-Packard und die andere auf das Geschäft unter dem Markennamen Quantum konzentrieren soll. Larry Orecklin, Ex-Chef der Storage Solutions Group, verlässt das Unternehmen; der bisherige DLT-President John Gannon wird zum Chief Operating Officer (COO) befördert. Belluzzo, der einst COO von Microsoft und im August 2002 zu Quantum gekommen war, bleibt CEO und Chairman. Derweil scheint der Preisverfall für Speichermedien an sein Ende zu kommen. Mitte Dezember wird Fujifilm seine DLT-Bänder um bis zu zehn Prozent verteuern, "da alle möglichen Maßnahmen zur Kostenreduzierung ausgeschöpft sind". Andernfalls könne die Qualität der Produkte nicht gehalten werden. Die Chance ist groß, dass die Konkurrenz diese Gelegenheit nutzen wird und nachzieht. (ajf)