Melden Sie sich hier an, um auf Kommentare und die Whitepaper-Datenbank zugreifen zu können.

Kein Log-In? Dann jetzt kostenlos registrieren.

Falls Sie Ihr Passwort vergessen haben, können Sie es hier per E-Mail anfordern.

Der Zugang zur Reseller Only!-Community ist registrierten Fachhändlern, Systemhäusern und Dienstleistern vorbehalten.

Registrieren Sie sich hier, um Zugang zu diesem Bereich zu beantragen. Die Freigabe Ihres Zugangs erfolgt nach Prüfung Ihrer Anmeldung durch die Redaktion.

20.09.2002 - 

Aktie der Woche

Quantum: Mit Vorsicht zu genießen

Christian Struck*

Nachdem Quantum im letzten Jahr bereits die Festplattensparte verkauft und dadurch die Mitarbeiteranzahl von 5700 auf rund 3200 gesenkt hat, soll nun durch Outsourcing die Belegschaft ein weiteres Mal drastisch abge-baut werden. Der neue CEO Richard Belluzzo - früher COO und President von Microsoft - wird 1100 Mitarbeiter entlassen, um damit sein Ziel, mit Beginn des neuen Geschäftsjahres im April 2003 in die Profitabilität zurückzukehren, zu erreichen. Gut 900 der betroffenen Mitarbeiter stammen aus Malaysia und sollen großteils vom neuen Outsourcingpartner Jabil Circuit im Zuge des Kaufs der dortigen Fabrik wieder eingestellt werden.

Der Hersteller von Bandlaufwerken und Datenspeichern hofft, dadurch seine jährlichen operativen Kosten um 20 Prozent senken zu können. Für damit einhergehende Restrukturierungsaufwendungen rechnet der 1980 gegründete US-Konzern jedoch mit Kosten zwischen 60 und 75 Millionen Dollar. Beinahe gleichzeitig wurde der Kauf des sich bisher in Privatbesitz befindlichen Speicherspezialisten Benchmark Storage Innovations bekannt. Das Unternehmen, an dem Quantum bereits 20 Prozent hielt, setzte in den vergangenen zwölf Monaten etwa 80 Millionen Dollar um und erzielte dabei ein positives Ergebnis. Ob dem neuen CEO Belluzzo die Umstrukturierung in dieser wirtschaftlich schwierigen Phase gelingen wird, lässt sich derzeit kaum abschließend beurteilen, daher ist die Einschätzung der Aktie nur eingeschränkt möglich.

Quantum verfügte laut der Bilanz zum 31. März über ein Ei-genkapital von 561 Millionen Dollar und notiert damit derzeit an der Börse leicht unter dem ausgewiesenen Eigenkapital. Hier-bei ist jedoch zu bedenken, dass das Unternehmen derzeit noch Verluste schreibt. Da bei einer Bilanzsumme von 1,193 Milliarden Dollar die liquiden Mittel aber relativ konstant etwa 350 Millionen Dollar betragen, bleibt festzuhalten, dass auch bei etwaigen Rückschlägen in den Restrukturierungsbemühungen dem Konzern mit einem Jahresumsatz von leicht über einer Milliarde Dollar keine existenziellen Gefahren drohen. (rs)

*Christian Struck ist Analyst der Capital Management Wolpers (CMW) GmbH in München. Die hier veröffentlichten Informationen beruhen auf Quellen, die wir für vertrauenswürdig und zuverlässig halten. Trotz sorgfältiger Quellenauswahl und -auswertung können wir für Vollständigkeit, Genauigkeit und inhaltliche Richtigkeit der Angaben eine Haftung nur insoweit übernehmen, als grobe Fahrlässigkeit oder Vorsatz Haftung begründen. Jede darüber hinausgehende Haftung wird ausgeschlossen. Für Angaben Dritter übernehmen wir kein Obligo, Aktienanlagen sind durch stärkere Kursschwankungen gekennzeichnet.