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06.07.2006

Quelloffenes IT-Management

Univention stellt Corporate und Groupware Server unter die GPL.

Seit kurzem sagen einige Beobachter voraus, die heute weit verbreitete Kombination von Open-Source-Software mit proprietären Programmbestandteilen gehe dem Ende entgegen. Die Entscheidung von Univention scheint diese These zu bestätigen. Das Unternehmen ist Anbieter der Distribution "Univention Corporate Server" (UCS) und der Lösung "Univention Groupware Server" (UGS). Neben dem Installationsprogramm war in beiden Produkten das UCS-Management-System eine auf Open-Source-Komponenten basierende proprietäre Eigenentwicklung. Es erleichtert die Einrichtung und Administration kleinerer Linux-Umgebungen. Darüber hinaus bietet das UCS-Management-System auch noch dokumentierte Schnittstellen, APIs und Connectoren, beispielsweise zu Microsofts Active Directory. Dadurch eignen sich die Univention-Produkte auch für die Integration von Linux in größere heterogene DV-Umgebungen.

Bisher konnten Lizenznehmer von Univention die Eigenentwicklungen der Bremer 18 Monate nach deren Freigabe unter der GPL in Lizenz nehmen. Zu diesem Zeitpunkt war der Quellcode aber nicht mehr auf dem neuesten Stand. "Bisher war unsere Open-Source-Strategie nicht ganz konsequent", räumt Univention-Chef Peter Ganten ein. "Das Modell bot zu wenig Anreize für unabhängige Entwickler, Lösungen auf der Basis unserer Produkte zu schaffen beziehungsweise diese weiterzuentwickeln."

Ganten hofft, dass nun andere Open-Source-Unternehmen, freie Entwickler und Kunden zu Verbesserungen der Univention-Produkte beitragen. Denkbar sind Portierungen der Lösungen auf weitere Umgebungen oder anwenderspezifische Anpassungen und Erweiterungen. Dazu legt Univention nicht nur den Quellcode offen, sondern will bis im dritten Quartal dieses Jahres auch eine Kommunikationsplattform für Entwickler einrichten. Sie soll die typische Infrastruktur guter Open-Source-Projekte (unter anderem Mailing- und To-do-Listen, Developer-Guide, Dokumentation, FAQ) bieten.

Die Univention-Entwickler werden dann ausschließlich mit öffentlich zugänglichen Repositories arbeiten. Geschäftlich konzentriert sich der Bremer Open-Source-Dienstleister auf Beratung, Support und Services sowie Implementierungen und Auftragsentwicklungen. (ls)