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25.08.1989 - 

Zwei neue Compiler-Versionen von Microsoft:

Quickpascal und Quickc mit Online-Referenz

MÜNCHEN (CW) - Quickpascal und die neue Version des C-Compilers, Quickc 2.0, liefert Microsoft aus. Die Programme verfügen über eine Entwicklungsumgebung mit überlappenden Fenstern und Dialogboxen, in die Editor, Compiler und Linker integriert sind. Ein Online-Referenz-System stellt mit Hilfe der Hypertext-Technik auf dem Bildschirm die Dokumentation dar.

Quickpascal bietet die Möglichkeit objektorientierter Programmierung. Ein wesentlicher Aspekt hierbei ist die Wartung der Programme. Gibt es bei einem Objekt eine Änderung, so erfolgt diese automatisch in allen betroffenen Programmen, ohne daß ein Recompilieren oder neues Linken notwendig wird.

In Quickpascal lassen sich unter Turbo-Pascal geschriebene Programme durch Recompilierung zum Laufen bringen. Der neue Compiler umfaßt Bildschirm-, DOS-, Drucker- und Systemtreiber. Im Lieferumfang ist die Grafikbibliothek "MSN Graph" enthalten, die Grundfunktionen und Programme zur Erstellung von Kreisdiagrammen, Säulendiagrammen und anderen Präsentationsgrafiken enthält. Der Debugger von Quickpascal bearbeitet sowohl Pascal- als auch Assembler-Code und unterstützt die gleichzeitige Fehlersuche in unterschiedlichen Quellprogrammen in mehreren Fenstern.

Quickc 2.0 bietet inkrementelles Compilieren und Linken, was nach Herstellerangaben zu einer Beschleunigung der Compilergeschwindigkeit um den Faktor zwei bis drei gegenüber der Vorgängerversion führt. Der C-Compiler enthält außerdem einen sogenannten Inline-Assembler. Das bedeutet, der Programmierer kann im Mixed-Language-Modus arbeiten und beispielsweise eine Union aufmachen und Teil- beziehungsweise Unterprogramme mit Assembler schreiben, um dann mit dem C-Compiler weiterzuarbeiten. Außerdem können Anwender mit ihm editieren, compilieren/ assemblieren sowie mit dem

Debugger Fehler suchen, ohne die Programmierumgebung zu verlassen. Eine weitere neue Funktion der Version 2.0 ist in die Unterstützung der Speichermodelle "Small", "Medium", "Compact", "Large" und "Huge". Die Schlüsselworte "Near", "Far" und "Huge" werden verstanden, so daß der Anwender Speichermodelle mischen kann. Ein mitgeliefertes "Computer Based Training"-Programm hilft dem Einsteiger, die Sprache C zu erlernen.

Quickpascal und Quickc laufen auf kompatiblen PCs mit mindestens 512 KB Hauptspeicher, zwei doppelseitigen 5?-Zoll-Laufwerken oder einem doppelseitigen 3?-Zoll-Laufwerk und dem Betriebssystem MS-DOS ab Version 2.1. Der Einsatz einer Festplatte wird für den C-Compiler wegen der vielen Libraries empfohlen; auch für Quickpascal ist er von Vorteil, da der schnelle Speicherzugriff das Auslagern bestimmter Teile beim Compilieren ermöglicht.

Beide Programme kosten je 340 Mark, eine Schulversion wird für 150 Mark angeboten.